Katja hat dieses Haus zufällig bei einem Besuch bei Freundinnen gesehen. Und sich sofort verliebt. Ein Haus von 1932, viel Arbeit, viel Sanierung.
Aber mit viel Enthusiasmus und Hilfe von Freunden ist daraus Schritt für Schritt ein wunderschönes Zuhause mit Garten entstanden.
Die Herausforderung kam allerdings vorher: Die Banken waren extrem skeptisch. Sollnitz? „Wo liegt das überhaupt?“ Dazu kam noch ein Arbeitsplatzwechsel – für viele Banken ein weiterer Grund, sofort abzuwinken. Als wäre das nicht genug, verlangte die Bank zusätzlich: Auszahlung des Darlehens nur nach Baufortschritt.
Normalerweise fahre ich dann selbst zur Baustelle und dokumentiere alles. In diesem Fall wären das 600 Kilometer pro Strecke gewesen. Also haben wir improvisiert:
Katja ist mit dem Handy durchs Haus gegangen, hat mir alles gezeigt und ich habe die Dokumentation aus der Ferne erstellt. Die Bank zu überzeugen, dass das so funktioniert, war ehrlicherweise ein ziemliches Ringen. Am Ende hat es geklappt.
Und ein Tipp von mir hat sich später ebenfalls ausgezahlt: Wir haben 10 % zusätzliche Reserve für die Sanierung eingeplant. Kurz darauf begann der Ukrainekrieg.
Materialpreise explodierten – es fehlten allerdings überall Dachpfannen. Genau dieses zusätzliche Geld hat am Ende den Dachdecker möglich gemacht.
Heute steht dort ein liebevoll saniertes Haus. Mit Garten. Mit vielen Erinnerungen.


