22. Februar 2026 / Aus aller Welt

500 Passagiere sitzen wegen Schnee nachts in Flugzeugen fest

Es schneite und schneite: Am Flughafen München hat das in der Nacht zum Freitag weitreichende Folgen für Hunderte Reisende gehabt.

Am Münchner Flughafen mussten Passagiere über Nacht in mehreren Lufthansa-Maschinen ausharren. (Symbolbild)
Veröffentlicht am 22. Februar 2026 um 19:13 Uhr

Etwa 500 Passagiere haben mitten im Winter unfreiwillig eine Nacht in Flugzeugen am Münchner Flughafen verbracht. Ihre für Donnerstagabend geplanten Flüge waren nach starken Schneefällen in der Nacht zum Freitag gestrichen worden - nachdem schon alle Passagiere an Bord und die Flugzeuge startbereit waren, wie ein Sprecher der Lufthansa mitteilte.

Nach Angaben des Münchner Flughafens konnten die Reisenden wegen fehlender Busse und Parkmöglichkeiten am Terminal nicht mehr dorthin zurückkehren - und mussten zwangsläufig in den Flugzeugen ausharren. Zuvor hatte RTL.de darüber berichtet. 

Die Schneefälle hatten nach Angaben des Flughafens am Donnerstag über den gesamten Tag für Verspätungen und Ausfälle gesorgt. 100 Flüge seien gestrichen worden. Am Abend hätten einige Flüge Sondergenehmigungen erhalten, um auch noch nach Mitternacht bis 1.00 Uhr starten zu können. In München gilt zwischen 0.00 und 5.00 Uhr normalerweise ein Nachtflugverbot. Wegen des Schnees hätten bereits abgefertigte und startbereite Flüge aber dann doch keine Starterlaubnis bekommen, berichtete ein Lufthansa-Sprecher.

Die Passagiere hätten aber nicht mehr zum Terminal zurückkehren können: «Zu diesem Zeitpunkt waren bereits alle Parkmöglichkeiten für Flugzeuge direkt am Terminal belegt und die Buskapazitäten auf den Vorfeldern eingeschränkt», teilte der Flughafen mit. 

Fluggäste harren bis zum Morgen in Flugzeugen aus

Fluggäste und Besatzungen konnten die Flugzeuge nicht mehr verlassen und mussten die Nacht im Flugzeug auf dem Vorfeld verbringen. Betroffen waren nach Angaben der Lufthansa neben drei Lufthansa-Flügen nach Singapur, Kopenhagen und Danzig auch zwei Air-Dolomiti-Flüge nach Graz und Venedig. Erst am frühen Morgen fuhren nach Angaben des Lufthansa-Sprechers wieder Busse, die die Passagiere abholten. 

Warum keine Busse vorhanden waren, die die Passagiere zum Terminal bringen konnten, konnte der Sprecher der Lufthansa nicht sagen. Für die Organisation der Busse sei der Flughafen zuständig. 

Dieser war für weitere Nachfragen zu dem Vorfall zunächst am Sonntag nicht zu erreichen. «Wir bedauern die damit entstandenen Unannehmlichkeiten sehr», teilte ein Sprecher des Flughafens München lediglich mit.


Bildnachweis: © Sven Hoppe/dpa
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