18. Dezember 2025 / Aus aller Welt

Babys nach Geburt in Müllsäcken erstickt - Mutter verurteilt

Die Frau aus Wittenberg gab an, sie könne sich an nichts mehr erinnern. Dennoch hat das Landgericht in Dessau-Roßlau die Mutter der Zwillingsmädchen nun verurteilt.

Vor dem Landgericht in Dessau-Roßlau ist eine Zwillingsmutter nach dem Tod ihrer Kinder verurteilt worden. (Archivbild)
Veröffentlicht am 18. Dezember 2025 um 16:42 Uhr

Wegen des Todes ihrer beiden neugeborenen Zwillinge ist eine 30 Jahre alte Frau aus Wittenberg zu neun Jahren Haft wegen Totschlags verurteilt worden. Das Landgericht in Dessau-Roßlau in Sachsen-Anhalt war nach einem Indizienprozess überzeugt, dass die Frau die Kinder vorsätzlich getötet hatte. Die 30-Jährige hatte die Mädchen nach der Geburt in ihrer Wohnung in Müllsäcke gesteckt und anschließend in eine Badewanne gelegt. Dort erstickten die Kinder dann.

Staatsanwaltschaft und Nebenklage hatten elf Jahre Haft gefordert, die Verteidigung hatte für einen Freispruch plädiert. Die Frau nahm das Urteil regungslos zur Kenntnis.

Frau nahm regelmäßig Crystal Meth

Eigenen Angaben nach hat die Wittenbergerin seit einigen Jahren regelmäßig Crystal Meth konsumiert. Sie hatte die Schwangerschaft mit den Mädchen verheimlicht. Die 30-Jährige hatte bereits drei Kinder, von denen zwei bei ihr lebten.

Eine Obduktion hatte gezeigt, dass die Zwillinge nach ihrer Geburt lebensfähig waren. Die Polizei hatte die toten Babys im November vergangenen Jahres in der Wohnung der Frau gefunden.


Bildnachweis: © Sebastian Willnow/dpa
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