18. März 2026 / Aus aller Welt

Überfall: Deutsche stechen auf Landsmann in Palma ein

20 Zentimeter Schnittwunde, geraubtes Bargeld und schnelle Festnahme: Was das Opfer über einen Überfall auf Mallorca berichtet.

Ein deutscher Tourist ist auf Mallorca von zwei ebenfalls deutschen Angreifern bei einem Raubüberfall mit einem Messer verletzt worden. (Archivbild)
Veröffentlicht am 18. März 2026 um 22:28 Uhr

Zwei Deutsche haben auf Mallorca einen Landsmann bei einem Raubüberfall nach Angaben der Polizei mit einem Messer verletzt und geschlagen. Der Mann sei mit seiner Begleiterin am Dienstag kurz nach Mitternacht an der bei Touristen beliebten Playa de Palma auf dem Rückweg ins Hotel gewesen, als die beiden von zwei Männern gestoppt wurden, die aggressiv die Herausgabe von Bargeld verlangten. Der Mann sei zum Angriff übergegangen und habe den beiden ein paar Schläge verpasst, teilte die Polizei weiter mit.

Daraufhin hätten die Angreifer Messer gezückt. Einer habe das Opfer in den Oberkörper gestochen, der andere ins Gesicht geschlagen. Nachdem die Männer dem Verletzten und seiner Begleiterin Geld abgenommen hätten, seien sie geflüchtet. Das Opfer war mit der Frau anschließend noch zum Hotel gelangt, wo ein Rezeptionist Erste Hilfe leistete. Der Mann wurde in ein Krankenhaus gebracht, das er jedoch nach einer Versorgung der Schnittwunde wieder verlassen konnte.

Opfer: Leben wichtiger als ein paar Euro

Die Wunde sei 20 Zentimeter lang, sagte der Mann dem lokalen TV-Sender IB3. Klar habe er das Geld herausgerückt, er habe Familie in Deutschland und sein Leben sei schließlich wichtiger, fügte er schon wieder lachend hinzu. Er lobte den Einsatz der Polizei, die schnell zur Stelle und hilfsbereit gewesen sei.

Polizisten konnten die Täter kurz nach der Tat festnehmen. Sie hätten nicht nur das Geld des Mannes und seiner Begleiterin, sondern auch Gegenstände aus anderen Überfällen dabeigehabt, schrieb die Polizei in einer Mitteilung. Über ihre Identität wurde nichts weiter mitgeteilt. Die beiden wurden einem Richter vorgeführt, der Untersuchungshaft anordnete. Für einen Raub mit Einsatz einer Waffe und Verletzung des Opfers können in Spanien Gefängnisstrafen von mehr als zehn Jahren verhängt werden.


Bildnachweis: © Clara Margais/dpa
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