13. Februar 2026 / Aus aller Welt

«Überwältigt»: Sharon Stone verlässt kurzzeitig Opernball

Eine Robe à la Klimt, Tränen auf dem roten Teppich und ein Smoking, der Regeln bricht: Welche Stars den Opernball dieses Jahr zum Glänzen bringen. Stargast Stone brauchte eine Pause.

Bei Sharon Stone flossen am roten Teppich ein paar Tränen.
Veröffentlicht am 13. Februar 2026 um 11:33 Uhr

Das glitzernde Treiben am Wiener Opernball hat bei Hollywood-Star Sharon Stone für große Emotionen gesorgt. «Ich bin etwas überwältigt», sagte die US-Schauspielerin («Basic Instinct») unter Tränen auf dem roten Teppich. «Es hat mir ehrlich gesagt den Atem geraubt», sagte sie dem Sender ORF. Unmittelbar darauf kehrte sie kurzzeitig in ihr Hotel zurück. Der Wunsch, sich nach solchen Emotionen noch einmal im Hotel frisch zu machen, sei völlig verständlich, sagte ihr Gastgeber, der Süßwaren-Unternehmer Karl Guschlbauer. Im Anschluss nahm Stone wieder in ihrer Loge beim Ball Platz.

Stone (67) zeigte sich nach eigenen Angaben begeistert über das Gefühl von Einigkeit und kulturellem Stolz auf dem österreichischen Staatsball und sprach von einem «Meer an Eleganz». «Es ist wirklich so wunderschön. Es ist wie in einem dieser Technicolor-Filme, die ich gesehen habe, als ich noch klein war.» Stone, die auch Malerin ist, zeigte sich überzeugt, dass sie ein vom Opernball inspiriertes Motiv schaffen werde.

Die 67-Jährige erschien in einer Robe im Stil des Wiener Jugendstil-Malers Gustav Klimt, das der jüngst verstorbene Star-Designer Valentino einst für sie entworfen hatte. 

TV-«Nanny» Drescher bricht den Dresscode

Für US-Glamour sorgte auch Schauspielerin Fran Drescher («The Nanny«). Der TV-Publikumsliebling besuchte das Event in einem schwarzen Damen-Smoking mit Jackett und Rock und widersetzte sich so dem Dresscode, der ein bodenlanges Ballkleid für Damen vorschreibt. Drescher spielte jüngst im mehrfach Oscar-nominierten Streifen «Marty Supreme» die Mutter des Hauptdarstellers Timothée Chalamet. 

Die Eröffnungszeremonie wurde dieses Jahr mit viel Broadway-Flair konzipiert: So stand etwa die «Maria»-Arie und die Balkonszene aus Leonard Bernsteins Musical «West Side Story» auf dem Programm.

Unter den rund 5.000 Gästen tummelten sich auch etliche bekannte Gesichter aus Deutschland, darunter Comedian Oliver Pocher (47) mit Ex-Frau Alessandra Meyer-Wölden (42) oder die Frontmänner von The BossHoss, Sascha Vollmer und Alec Völkel. Auch britischer Adel war vertreten, und zwar durch Lady Eliza Spencer und Lady Amelia Spencer - die 33-jährigen Zwillinge sind Nichten der 1997 tödlich verunglückten Prinzessin Diana.

Guschlbauer der neue Lugner?

Mit der Einladung Stones wollte Guschlbauer signalisieren, dass er künftig die Rolle des 2024 gestorbenen Gesellschaftslöwen Richard «Mörtel» Lugner übernehmen will. Er wolle aber eigene Akzente setzen, so Guschlbauer im Vorfeld. Lugner hatte jahrzehntelang den Opernball genutzt, um sich an der Seite von meist aus Hollywood eingeflogenen Stars zu sonnen. 

Zu den Gästen zählte auch Österreichs Ex-Kanzler Sebastian Kurz. Er hatte sich zwei Logen gesichert und insgesamt 36 Freunde und Geschäftspartner eingeladen, wie es aus seinem Umfeld hieß. Kurz ist seit seinem Rücktritt als Kanzler 2021 als Unternehmer tätig. 

Gläschen Champagner um 39 Euro

Der Ball gilt als der gesellschaftliche Höhepunkt in Österreich. Eine Eintrittskarte kostet 410 Euro, die besten Logen sind für 26.000 Euro zu haben. Auch Essen und Trinken sind kostspielig. Für Würstel mit Semmel oder Gulaschsuppe waren jeweils 18 Euro zu bezahlen, für ein Glas Champagner waren 39 Euro fällig. Für die Sicherheit der Gäste, darunter Österreichs Staatsoberhaupt Alexander Van der Bellen, sorgten rund 400 zivile und uniformierte Beamte.


Bildnachweis: © Helmut Fohringer/APA/dpa
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