17. März 2026 / Aus aller Welt

Bestand der wandernden Monarchfalter erholt sich

Rund 64 Prozent mehr Fläche belegten die Schmetterlinge in ihrem mexikanischen Winterquartier. Der faszinierende Wanderzug der Tiere von Kanada und den USA bis nach Mexiko bleibt trotzdem bedroht.

Monarchfalter wandern jedes Jahr zwischen Kanada, den USA und Mexiko. (Archivbild)
Veröffentlicht am 17. März 2026 um 19:06 Uhr

Zum zweiten Mal in Folge haben mehr Monarchfalter ihre Winterquartiere in Mexiko erreicht. Das ist ein gutes Zeichen für die Erholung der Bestände, wobei die Lage allerdings nach wie vor fragil bleibt, wie die Naturschutzorganisation WWF mitteilte. Jedes Jahr legen die orangefarbenen Schmetterlinge bis zu 4.000 Kilometer von Kanada und den USA zurück, um in Mexiko bei milderen Temperaturen zu überwintern. 

Laut der jährlichen Erhebung des WWF und seiner örtlichen Partnerorganisationen belegten neun Kolonien der Schmetterlinge in der Saison 2025/2026 insgesamt rund 2,93 Hektar Waldfläche in Zentralmexiko - ein Anstieg von 64 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Da eine Zählung der Millionen Tiere nicht möglich ist, wird stattdessen die Fläche der besetzten Gebiete gemessen. 

Deutlich hinter den Hochständen der 1990er Jahre

«Wir freuen uns, dass die Monarchfalter dieses Jahr wieder deutlich zahlreicher in Mexiko angekommen sind», erklärte Dirk Embert, Lateinamerika-Referent beim WWF Deutschland. An ihrer Bedrohung habe sich jedoch wenig geändert. Die Zahl liege immer noch deutlich hinter den Hochständen von vor zwei Jahrzehnten. In der Rekordsaison 1996/1997 hatten die Monarchfalter eine Fläche von 18,19 Hektar in den Kiefern- und Tannenwäldern Mexikos belegt.

Die Monarchfalter, die nach Mexiko wandern und dort überwintern, haben eine außergewöhnlich lange Lebensdauer von rund neun Monaten. Nach dem Winter fliegen dagegen mehrere aufeinanderfolgende Generationen, die viel kürzer leben, in einer Art Staffellauf nordwärts zurück. Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln in der Landwirtschaft in den USA, die Abholzung in Mexiko und der Klimawandel gefährden diesen einzigartigen Wanderzug.


Bildnachweis: © Marco Ugarte/AP/dpa
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