23. Juli 2026 / Aus aller Welt

Bisher 72 Tote in diesjähriger Monsunzeit in Pakistan

Seit Wochen erfassen die diesjährigen Monsunregenfälle Pakistan. Nach knapp einem Monat meldet das Land viele Tote. Es kann sich kaum gegen Extremwetterereignisse stemmen.

Monsunregenfälle in Pakistan fordern seit Wochen Menschenleben.
Veröffentlicht am 23. Juli 2026 um 10:39 Uhr

Infolge schwerer Monsunregenfälle sind in Pakistan seit Ende Juni nach offiziellen Angaben bereits 72 Menschen zu Tode gekommen. Darunter seien 30 Kinder, insgesamt 187 Menschen seien zudem verletzt worden, meldete der pakistanische Katastrophenschutz. Insbesondere die Provinz Punjab, durch die wichtige Flüsse wie der Indus fließen, und die Region Khyber Pakhtunkhwa im Westen des Landes seien betroffen.

In der Monsunzeit in den Sommermonaten kommt es vorübergehend zu besonders heftigen Regenfällen. In den vergangenen Tagen hatte neuerlicher Starkregen eingesetzt, infolgedessen es auch im Nachbarland Afghanistan zu schweren Sturzfluten mit Toten kam. Bis Dienstag sind dort nach Angaben des afghanischen Katastrophenschutzes mindestens 23 Menschen ums Leben gekommen, Dutzende gelten zudem als vermisst.

Vieh weggespült, Straßen versperrt

Die Zeitung «Dawn» berichtete nun von einer vierköpfigen Familie, die in Waziristan im Westen Pakistans beim Einsturz ihres Hauses ums Leben kam. Demnach wurde auch Vieh in den Wassermassen weggespült, Straßen wurden von Erdrutschen versperrt. Die Wasserstände in einigen Flüssen im Land nähmen weiterhin zu, berichtete die Zeitung.

Pakistan und Afghanistan zählen zu den Staaten, die schon heute stark von den Folgen des Klimawandels betroffen sind. Finanzmittel in den Ländern reichen im Kampf gegen die Auswirkungen von Extremwetterereignissen häufig nicht aus. So fehlt es etwa an Dämmen und Baumaßnahmen werden häufig von neuen Fluten zerstört.


Bildnachweis: © K.M. Chaudary/AP/dpa
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