25. Mai 2026 / Aus aller Welt

Blauer Mini-Oktopus vor den Galápagos-Inseln entdeckt

Unbekannte Tiefsee: Im Pazifik stoßen Forscher auf einen besonderen Oktopus. Der Krake ist blau und klein wie ein Golfball.

Der winzige blaue Oktopus ist in etwa so groß wie ein Golfball.
Veröffentlicht am 25. Mai 2026 um 12:19 Uhr

Forscher haben in der Tiefsee vor den Galápagos-Inseln eine faszinierende Tierart entdeckt: einen winzigen blauen Oktopus. Das Tier, das nur etwa die Größe eines Golfballs hat, wird im Fachjournal «Zootaxa» als neue Spezies mit dem Namen Microeledone galapagensis beschrieben.

Die Entdeckung geht auf eine Tiefsee-Expedition mit einem Forschungsschiff im Jahr 2015 zurück. Nahe der Isla Darwin im äußersten Nordwestens des Galápagos-Archipels steuerte die Besatzung einen ferngesteuerten Unterwasserroboter (ROV) über den Meeresboden. In einer Tiefe von rund 1.773 Metern filmte die Kamera an einem Unterwasserberg den kleinen Kraken.

«Ich hatte so etwas noch nie gesehen»

Videoaufzeichnungen der Mission dokumentieren die Begeisterung der Wissenschaftler: «Er ist winzig» und «Er ist blau», hielten sie ihre ersten Eindrücke fest. Während der Expedition wurden zwei weitere Exemplare beobachtet, ein weibliches Individuum wurde für Untersuchungen eingefangen.

Janet Voight, Expertin für Tintenfische am Field Museum in Chicago und Hauptautorin der Studie, erkannte sofort die Besonderheit des Fundes. «Ich hatte so etwas noch nie gesehen», sagte sie. Die Oktopusse haben kurze, rund drei bis vier Zentimeter lange Ärmchen mit jeweils etwa 30 Saugnäpfen.

Da das Team nur ein Tier der neuen Art gefangen hatte, stand es vor einer wissenschaftlichen Herausforderung. Für eine klassische Artbeschreibung müssen normalerweise typische Merkmale wie Mundwerkzeuge und Organe untersucht und beschrieben werden, was das Aufschneiden des Tieres erfordert hätte. Um das Tier nicht zu töten, nutzten Voight und Stephanie Smith, Leiterin des CT-Labors am Field Museum, hochauflösende Mikro-Computertomographie (CT).

Durch diese Methode wurden tausende Röntgen-Schnittbilder digital zu einem präzisen 3D-Modell zusammengesetzt. So konnten feinste Details der inneren Organe und des Mundes sichtbar gemacht werden, ohne dem Weichtier zu schaden.


Bildnachweis: © -/Charles-Darwin-Stiftung/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

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