Am Karfreitag haben sich auf den Philippinen in einem extremen Akt des Glaubens Dutzende Menschen an Holzkreuze nageln lassen. Mit dem Ritual und anderen Selbstkasteiungen erinnern Katholiken in dem südostasiatischen Inselstaat an das Leiden und den Tod Christi. Andere Gläubige schlugen sich mit Peitschen auf den Rücken, bis sie blutig waren. Hauptort der Selbstkreuzigungen ist der Ort San Pedro Cutud in der Provinz Pampanga, etwa 60 Kilometer nördlich der Hauptstadt Manila. Dort kamen Tausende Schaulustige zusammen. Der 64 Jahre alte Ruben Enaje übernahm bereits zum 36. Mal die Hauptrolle. Er trug ein 27 Kilogramm schweres Holzkreuz fast zwei Kilometer zu einem Hügel, auf dem die Kreuzigungen stattfanden. Im nahe gelegenen Dorf Santa Lucia ließ sich der 60 Jahre alte Bauarbeiter Joselito Capili ans Kreuz nageln, für ihn war es das 20. Mal. Trotz hoher Temperaturen kamen landesweit Katholiken in den Kirchen zusammen und nahmen an Prozessionen teil.
Die katholische Kirche ermutigt nicht zu solch extremen Glaubensakten, tut aber auf den Philippinen wenig, um diese Praxis zu stoppen. Das Osterfest ist das wichtigste religiöse Fest auf den Philippinen, wo mehr als 90 Millionen Katholiken leben. Nach Brasilien und Mexiko sind die Philippinen das drittgrößte katholische Land der Welt.
Bildnachweis: © Zedrich Xylak Madrid/ZUMA Press Wire/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Blutige Karfreitags-Rituale auf den Philippinen
Die Philippinen sind das drittgrößte katholische Land der Welt. Mehr als 90 Millionen Menschen hier sind Katholiken. Viele von ihnen begehen den Karfreitag. Manche kasteien sich selbst.
Meistgelesene Artikel
- 3. Juni 2026
Pflegekind dauerhaft aufnehmen
Informationen und Seminare für Interessierte
Zu einem folgenschweren Verkehrsunfall kam es am Samstagmorgen (23.05.2026) gegen 09:40 Uhr an der Einmündung L 471/L 158 in Rheinbach
- 25. Mai 2026
A565: Nächtlicher Engpass
Rheinbrücke Bonn-Nord in Richtung Siegburg nur einspurig befahrbar
Neueste Artikel
Zehntausende feiern bei Südkoreas größter Pride-Parade, ebenso viele sind bei einer Gegendemo. Der Kampf um die Rechte für Lesben, Schwule, Transgender stößt weiterhin auf erbitterten Widerstand.
- 13. Juni 2026
Frau in Sydney bei Hai-Angriff lebensgefährlich verletzt
Eine junge Frau geht in Strandnähe Schwimmen. Dann, so beschreibt es ein Augenzeuge, ist am Ufer plötzlich ein erschütternder Schrei zu hören. Es ist ein Hai-Angriff.
Weitere Artikel derselben Kategorie
Zehntausende feiern bei Südkoreas größter Pride-Parade, ebenso viele sind bei einer Gegendemo. Der Kampf um die Rechte für Lesben, Schwule, Transgender stößt weiterhin auf erbitterten Widerstand.
- 13. Juni 2026
Frau in Sydney bei Hai-Angriff lebensgefährlich verletzt
Eine junge Frau geht in Strandnähe Schwimmen. Dann, so beschreibt es ein Augenzeuge, ist am Ufer plötzlich ein erschütternder Schrei zu hören. Es ist ein Hai-Angriff.

