15. März 2026 / Aus aller Welt

Bluttat in Hotel: Verdächtiger wird psychologisch untersucht

Ein Mann irrt schwer verletzt durch Werne im Münsterland - in einem Hotel wird seine Mutter tot entdeckt. Hat er sie erstochen und wenn ja, warum? Der Mann wird psychologisch untersucht.

Die Drehtür zu dem Hotel ist gesperrt - ein Mann soll seine Mutter dort erstochen haben.
Veröffentlicht am 15. März 2026 um 13:36 Uhr

Nach der Bluttat in einem Hotel in Werne im Münsterland wird der 47 Jahre alte Verdächtige psychologisch untersucht. Das sagte eine Polizeisprecherin auf Nachfrage. Es habe Hinweise auf eine psychische Ausnahmesituation gegeben. Der Deutsche ohne festen Wohnsitz soll laut Staatsanwaltschaft in einem Hotelzimmer seine Mutter erstochen und sich danach selbst mit einem Messer schwer verletzt haben. 

Eine Mordkommission ermittelt. Die Hintergründe bleiben vorerst im Dunkeln. Der Mann ist weiter im Krankenhaus. Er sei zunächst nicht vernehmungsfähig gewesen, sei inzwischen aber wieder ansprechbar, so die Sprecherin. 

Die Polizei hatte ihn am Samstag vorläufig festgenommen, am Sonntag soll nach dem Vorliegen des psychologischen Gutachtens über das weitere Vorgehen entschieden werden. Theoretisch möglich ist ein Haftbefehl oder eine vorläufige Einweisung in ein psychiatrisches Krankenhaus. 

Mit Stich- und Schnittwunden aufgefunden

Der 47-Jährige war am frühen Morgen in der Nähe des Hotels mit Schnitt- und Stichwunden gefunden worden. Er sei zuvor durch die Straßen geirrt, sagte die Sprecherin. Zeugen war der blutende Mann aufgefallen.

Später hatte die Polizei seine 72 Jahre alte Mutter tot in dem Hotel entdeckt, wo sie Gast gewesen sein soll. Möglicherweise hatte der schwer verletzte Mann den Beamten selbst den Hinweis auf das Opfer gegeben, dafür gab es aber zunächst keine Bestätigung. 

Hotelbetrieb lief weiter

Experten der Spurensicherung arbeiteten am Samstag am Hotel. Die Drehtür war mit Flatterband abgesperrt, wie auf einem Bild zu sehen ist. Währenddessen lief der Hotelbetrieb weiter. Hotelgäste nutzten einen Seiteneingang, wie ein dpa-Reporter vor Ort schilderte.

Hotelgäste frühstückten im Erdgeschoss, während Spurensicherer mit ihren weißen Anzügen den mutmaßlichen Tatort im ersten Obergeschoss des Hotels untersuchten, schilderte der dpa-Reporter. Ein Fenster im ersten Obergeschoss des Hotels war blutverschmiert, wie von außen zu sehen war. 

Polizei sucht Zeugen

Um die Mittagszeit wurde die Leiche der Frau abtransportiert. Üblicherweise werden Verbrechensopfer nach Straftaten obduziert. Zum Ergebnis der Obduktion gab es am Sonntag aber noch keine Angaben. Die Polizei rief in ihrer Mitteilung Zeugen dazu auf, sich zu melden.

Alle Hotelgäste seien am frühen Morgen von der Polizei geweckt worden, berichtete die «Bild»-Zeitung unter Berufung auf eine Urlauberin. An der Rezeption des Hotels gab es dazu keine Informationen. «Wir dürfen keine Auskunft geben», hieß es dort.


Bildnachweis: © Max Lametz/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Teil von SpaceX-Rakete könnte ungeplant auf Mond aufschlagen
Aus aller Welt

Vor rund vier Jahren war erstmals eine ungeplante Kollision eines Raketenteils mit dem Mond bekanntgeworden. Im August soll es Wissenschaftlern zufolge einen ähnlichen Vorfall geben.

weiterlesen...
Großer Waldbrand bei Madrid außer Kontrolle
Aus aller Welt

Nordöstlich von Madrid hat ein Waldbrand bei Guadalajara bereits Tausende Hektar verbrannt. Allein in einer Nacht fraßen sich die Flammen 14 Kilometer voran. Woanders gab es hingegen gute Nachrichten.

weiterlesen...
Tschechien bringt Handyverbot an Schulen auf den Weg
Aus aller Welt

Ab September 2027 sollen in Tschechien Smartphones und Smartwatches aus den Klassenzimmern verschwinden. Kritiker halten das für Populismus - und warnen vor Frust bei den Schülern.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Bewohner kehren nach Waldbrand in Hürtgenwald zurück
Aus aller Welt

Die Flammen rückten bis auf 250 Meter an die Häuser heran – jetzt dürfen die Menschen zurück. Der Landrat des Kreises Düren gab am Abend seine Zustimmung.

weiterlesen...
Brand im Hohen Venn: Monschau bereitet Evakuierungen vor
Aus aller Welt

Monschau bereitet sich auf die mögliche Evakuierung wegen eines Waldbrandes auf belgischer Seite vor. Die deutsche Stadt in Grenznähe plant Notunterkünfte. Im Hürtgenwald entspannt sich die Lage.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Bewohner kehren nach Waldbrand in Hürtgenwald zurück
Aus aller Welt

Die Flammen rückten bis auf 250 Meter an die Häuser heran – jetzt dürfen die Menschen zurück. Der Landrat des Kreises Düren gab am Abend seine Zustimmung.

weiterlesen...
Brand im Hohen Venn: Monschau bereitet Evakuierungen vor
Aus aller Welt

Monschau bereitet sich auf die mögliche Evakuierung wegen eines Waldbrandes auf belgischer Seite vor. Die deutsche Stadt in Grenznähe plant Notunterkünfte. Im Hürtgenwald entspannt sich die Lage.

weiterlesen...