Mit der Ernennung zur ersten Erzbischöfin von Wales hat Cherry Vann Geschichte geschrieben. Der Weg dahin war für sie als lesbische Frau aber enorm schwer, wie Vann in einem Interview des britischen «Guardian» sagte. Während ihrer Zeit in der Kirche von England habe sie die Beziehung zu ihrer Partnerin Wendy Diamond jahrelang geheim gehalten. «Weil ich Angst hatte, eines Morgens aufzuwachen und mich auf der Titelseite einer Zeitung geoutet zu sehen», sagte Vann. «Heute ist Wendy überall mit dabei, und wenn ich Gottesdienste halte, ist das ganz normal.» In der Kirche von Wales, die wie die Kirche von England zur anglikanischen Gemeinschaft gehört und für die Vann seit 2020 tätig ist, sind gleichgeschlechtliche Partnerschaften erlaubt, ohne dass gleichzeitig das Zölibat verlangt wird - also der Verzicht auf sexuelle Enthaltsamkeit. Allein eine Frau in der Kirche zu sein, sei schon schwer gewesen. Die Sexualität lasse sich bis zu einem gewissen Grad verstecken, sagte Vann. «Aber man kann nicht verstecken, dass man eine Frau ist. Es gab viele Gemeinheiten, die Männer waren wütend, sie fühlten sich verraten.» Laut «Guardian» sind Vann und Diamond seit 30 Jahren in einer Beziehung. Die Ernennung der in Leicester geborenen Vann war in der vergangenen Woche bekanntgegeben worden. Sie ist die 15. Person in dieser Rolle und die erste Frau. Der Nachrichtenagentur PA zufolge war sie 1989 zur Diakonin ordiniert worden und gehörte 1994 zu den ersten Frauen, die in der Kirche von England zur Priesterin geweiht wurden.
Bildnachweis: © Peter Powell/PA Wire/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Britische Erzbischöfin hielt Partnerin jahrelang geheim
Die erste Erzbischöfin von Wales spricht offen über die Herausforderungen als lesbische Frau in der Kirche - und über Ängste, die sie jahrelang begleiteten.
Meistgelesene Artikel
Hinweise erbeten
Im gesamten Rhein-Sieg-Kreis kommt es im Mai und Juni 2026 aufgrund der Feiertage zu Verschiebungen bei der Müllabfuhr
- 10. Mai 2026
Benefizkonzert in Meckenheim
MAM live rockt BAP für „Wir für Inklusion“
Neueste Artikel
- 8. Juni 2026
Nach Feueralarm verlängerter Flugbetrieb in München
Wegen Brandgeruchs im Tower stoppte der Flughafen München am Abend den Betrieb für etwa zwei Stunden. Inzwischen starten und landen wieder Maschinen. Die Ursache des Alarms wurde gefunden.
Nach Brandgeruch im Tower musste der Flughafen München am Abend den Betrieb stoppen. Jetzt starten wieder erste Maschinen – die Ursache für den Alarm bleibt vorerst unklar.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 8. Juni 2026
Nach Feueralarm verlängerter Flugbetrieb in München
Wegen Brandgeruchs im Tower stoppte der Flughafen München am Abend den Betrieb für etwa zwei Stunden. Inzwischen starten und landen wieder Maschinen. Die Ursache des Alarms wurde gefunden.
Nach Brandgeruch im Tower musste der Flughafen München am Abend den Betrieb stoppen. Jetzt starten wieder erste Maschinen – die Ursache für den Alarm bleibt vorerst unklar.

