28. Mai 2026 / Aus aller Welt

Bürgermeister: Schule braucht Zeit und Ruhe zur Aufarbeitung

In Dinslaken fährt eine Autofahrerin aus ungeklärter Ursache in eine Gruppe Kinder. Zwei Zwölfjährige sterben. Neben Schulpsychologen sind auch zusätzliche Schulsozialarbeiter im Einsatz.

Ein zerstörtes Fahrrad, ein verlorener Schuh auf der Fahrbahn - eine Frau hat drei Kinder angefahren.
Veröffentlicht am 28. Mai 2026 um 07:38 Uhr

Nach dem Tod zweier zwölfjähriger Schulkinder nach einem Verkehrsunfall in Dinslaken hat die Stadt weitere Unterstützung angekündigt. Die betroffene weiterführende Schule werde unter anderem durch verstärkte Schulsozialarbeit, schulpsychologische Betreuung und Seelsorge begleitet, schrieb Bürgermeister Simon Panke (SPD) bei Facebook. «Die ganze Schule braucht jetzt aber vor allem auch Zeit und Ruhe zur Aufarbeitung, dies gilt speziell für die Klassenkameraden der verstorbenen Kinder.»

Auch für andere betroffene Bürger stellte der Bürgermeister Hilfe in Aussicht. Wer den Unfall beobachtet habe und seelsorgerische Unterstützung gebrauchen könne, dürfe sich gerne bei der Feuerwehr melden. Den betroffenen Familien sprach Panke sein Beileid aus. «Für sie ist das Schlimmste eingetreten, was überhaupt passieren kann.» Auch bei ihren Freunden, Mitschülern und Lehrkräften seien Schock und Schmerz riesig. 

Kinder auf Fahrrädern unterwegs

Unterdessen werden die Ermittlungen zur Unfallursache fortgesetzt. Über die mögliche Ursache für den tragischen Vorfall wurde zunächst nichts bekannt. Nach derzeitigem Stand spreche aber nichts für eine absichtliche Tat, hieß es an der Unfallstelle. Nach dpa-Informationen könnte ein internistischer Notfall Ursache für den Verkehrsunfall mit zwei toten Schulkindern gewesen sein. 

Die Autofahrerin fuhr in eine Gruppe von drei Jungen, die auf Fahrrädern offensichtlich auf dem Weg zur Schule waren. Zwei Zwölfjährige werden so schwer verletzt, dass sie später im Krankenhaus starben. Der Dritte, ebenfalls ein zwölf Jahre alter Junge, erlitt leichte Verletzungen. Die 47 Jahre alte Autofahrerin wurde schwer verletzt.


Bildnachweis: © Fabian Strauch/dpa
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