Als Reaktion auf den Brand in einer Lagerhalle mit Chemikalien in der Stadt Alcalá de Guadaíra in Andalusien sind die rund 77.000 Einwohner aufgerufen worden, sich möglichst nicht im Freien aufzuhalten. Die Menschen sollten Türen und Fenster geschlossen halten, schrieb die Stadtverwaltung auf X. Die Stadt liegt rund 16 Kilometer südöstlich der südspanischen Touristenmetropole Sevilla. Der aus Westen wehende Wind dürfte die Rauchwolke jedoch von der Stadt wegtragen. Der Brand in der Lagerhalle in einem Industriegebiet löste den Angaben zufolge mehrere Explosionen aus. Über der Halle stand eine riesige schwarze Rauchwolke, wie auf TV-Bildern zu sehen war. Über Verletzte durch das Feuer und die Explosionen sowie durch möglicherweise giftige Dämpfe wurde zunächst nichts bekannt. Die Stadtverwaltung rief zur Evakuierung des Industriegebiets auf. Ob tatsächlich eine Vergiftungsgefahr bestand, war zunächst unbekannt. Der Aufruf, zu Hause zu bleiben, sei vorsorglich erfolgt, betonte die Verwaltung. Was den Brand auslöste, war vorerst unbekannt. Erst am vergangenen Samstag hatten etwa 150.000 Menschen in der Stadt Vilanova i la Geltrú südwestlich von Barcelona nach einem Brand in einem Lager für Chlor stundenlang zu Hause bleiben müssen. Chlorgas ist stark ätzend und kann schwere Verletzungen von Augen, Nase, Rachen und Lunge auslösen.
Bildnachweis: © Rocio Ruz/Europa Press/AP/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Chemie-Explosion: 77.000 Spanier sollen nicht ins Freie
Schon wieder gibt es einen Brand in einem Chemikalienlager in Spanien. Zehntausende Menschen sollen in Andalusien zu Hause bleiben. Ganz in der Nähe liegt eine bei Touristen beliebte Großstadt.
Meistgelesene Artikel
Vor rund vier Jahren war erstmals eine ungeplante Kollision eines Raketenteils mit dem Mond bekanntgeworden. Im August soll es Wissenschaftlern zufolge einen ähnlichen Vorfall geben.
- 19. Juli 2026
Großer Waldbrand bei Madrid außer Kontrolle
Nordöstlich von Madrid hat ein Waldbrand bei Guadalajara bereits Tausende Hektar verbrannt. Allein in einer Nacht fraßen sich die Flammen 14 Kilometer voran. Woanders gab es hingegen gute Nachrichten.
- 20. Juli 2026
Tschechien bringt Handyverbot an Schulen auf den Weg
Ab September 2027 sollen in Tschechien Smartphones und Smartwatches aus den Klassenzimmern verschwinden. Kritiker halten das für Populismus - und warnen vor Frust bei den Schülern.
Neueste Artikel
- 7. August 2026
Sächsische Schweiz nach Unwetter teilweise gesperrt
Nach dem tödlichen Unwetter in der Sächsischen Schweiz dürfen Teile des Nationalparks nahe der berühmten Felsformation Bastei nicht betreten werden. Warum noch immer Lebensgefahr besteht.
- 7. August 2026
Tödliche Schüsse an Schule erschüttern Thailand
Ein 14-Jähriger soll zuerst seine Großeltern und dann an seiner Schule mehrere Menschen getötet haben. Die Bluttat wirft in Thailand viele Fragen auf – vor allem nach dem Motiv.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 7. August 2026
Sächsische Schweiz nach Unwetter teilweise gesperrt
Nach dem tödlichen Unwetter in der Sächsischen Schweiz dürfen Teile des Nationalparks nahe der berühmten Felsformation Bastei nicht betreten werden. Warum noch immer Lebensgefahr besteht.
- 7. August 2026
Tödliche Schüsse an Schule erschüttern Thailand
Ein 14-Jähriger soll zuerst seine Großeltern und dann an seiner Schule mehrere Menschen getötet haben. Die Bluttat wirft in Thailand viele Fragen auf – vor allem nach dem Motiv.

