3. April 2026 / Aus aller Welt

China: USA haben mutmaßlichen Drogenkriminellen ausgeliefert

Die US-Einwanderungsbehörde hat laut Peking eine verdächtige Person aus China an die Volksrepublik ausgeliefert. Es soll um Drogendelikte gehen. Doch viele Fragen bleiben offen.

Die Behörden Chinas und der USA kooperieren schon länger im Bereich Drogenkriminalität. (Symbolbild)
Veröffentlicht am 3. April 2026 um 10:30 Uhr

Die USA haben laut Angaben aus Peking einen mutmaßlichen Drogenkriminellen an China ausgeliefert. Die US-Einwanderungsbehörde ICE habe einen flüchtigen Chinesen zurückgeführt, dem Drogenverbrechen vorgeworfen würden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua unter Berufung auf die chinesische Polizei. 

ICE hatte demnach im Vorfeld Hinweise der chinesischen Behörden zu der in den USA lebenden verdächtigen Person erhalten. Dies sei der erste derartige Fall «in den vergangenen Jahren», berichtete Xinhua. 

Details zu dem Verdächtigen, dem Zeitpunkt der Rückführung und den konkreten Vorwürfen machte der Bericht nicht. Das Außenamt verwies auf Nachfrage auf die zuständigen Behörden. China und die USA hätten in der Strafverfolgung von Drogendelikten respektvoll und mit gegenseitigem Nutzen kooperiert und «bedeutende» Ergebnisse erzielt, sagte Sprecherin Mao Ning in Peking. Von ICE gab es zunächst keine Informationen zu dem Fall.

Auslieferung vor Trumps geplantem Besuch in China

Die Nachricht über die Auslieferung kommt vor dem für Mitte Mai geplanten China-Besuch von US-Präsident Donald Trump. Die USA werfen China vor, den Verkauf von Vorprodukten für das synthetische Opioid Fentanyl, das vielfach als Rauschgift missbraucht wird, nicht entscheidend zu unterbinden. China wies die Vorwürfe zurück. Trump hatte mit Zöllen, die mittlerweile gesenkt wurden, Druck auf Peking ausgeübt.


Bildnachweis: © Johannes Neudecker/dpa
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