22. Mai 2026 / Aus aller Welt

Cool am Mount Everest: Brite besteigt den Gipfel zum 20. Mal

Noch nie hat ein Nicht-Sherpa so oft den Everest bezwungen: Kenton Cool erreicht mit seiner 20. Besteigung einen Meilenstein im Höhenbergsteigen.

Der britische Bergsteiger Kenton Cool nach einem erfolgreichen Aufstieg zum Gipfel des Mount Everest. (Archivbild)
Veröffentlicht am 22. Mai 2026 um 11:00 Uhr

Der britische Bergsteiger Kenton Cool hat zum 20. Mal den Mount Everest bestiegen und damit seinen eigenen Rekord am höchsten Berg der Erde vom vergangenen Jahr geknackt. Der 52-jährige Brite gilt damit als Mensch mit den meisten Besteigungen des 8.849 Meter hohen Everest, der nicht der ethnischen Gruppe der Sherpas aus der Region entstammt. 
Zusammen mit einer Gruppe von Kletterern habe Cool am Morgen (Ortszeit) den Gipfel erreicht, teilte ein Sprecher der nepalesischen Tourismusabteilung mit.

Nach Angaben des Expeditionsveranstalters Lukas Furtenbach war Cool nach dem erfolgreichen Aufstieg zunächst zurück auf dem South Col genannten Bergsattel in etwa 7.900 Meter Höhe zwischen dem Everest und dem Lhotse angekommen.

Rekord liegt bei 32 Besteigungen

Der Rekordhalter für die meisten Everest-Besteigungen ist der nepalesische Bergführer Kami Rita Sherpa. Er hat den Gipfel bereits 32 Mal bezwungen. Er führte in der aktuellen frühjahreszeitlichen Klettersaison erneut ein Team auf dem Weg zur Spitze des Everest an. Sherpas arbeiten häufig als Führer und Träger für Bergsteiger aus dem Ausland.

Cool hatte den Berg im Himalaya zum ersten Mal 2004 bestiegen. Seitdem hat er diese Leistung fast jedes Jahr wiederholt. Der Everest befindet sich an der Grenze von Nepal und China. Von beiden Ländern aus kann er bestiegen werden.

Großer Andrang am Everest

Nepal hatte diesmal nach Behördenangaben so viele Genehmigungen wie nie zuvor für die Besteigung des Mount Everest in der Hauptsaison erteilt. Es wurden demnach bis Mitte Mai 494 gebührenpflichtige Zulassungen für Kletterer aus 55 Ländern ausgegeben.

Ein Grund für die Rekordzahl ist nach Berichten nepalesischer Medien auch der Umstand, dass China den Aufstieg zum Everest von der tibetischen Seite nicht ermöglicht.


Bildnachweis: © Niranjan Shrestha/AP/dpa
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