3. Juni 2025 / Aus aller Welt

Deutschland produziert weniger Müll

Das Abfallaufkommen ist auf den niedrigsten Stand seit 2010 gesunken. Das hat vor allem mit einem bestimmten Sektor zu tun.

Müll aus Haushalten am Straßenrand - der größte Posten bei den Abfällen entsteht allerdings anderswo. (Archivbild)
Veröffentlicht am 3. Juni 2025 um 09:03 Uhr

In Deutschland wird weniger Müll produziert. Im Jahr 2023 sank das Abfallaufkommen auf den niedrigsten Stand seit 2010, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Nach vorläufigen Ergebnissen fielen 2023 gut 380 Millionen Tonnen Abfälle an - 4,8 Prozent weniger als im Vorjahr. 

Ein Grund: Bau- und Abbruchabfälle sanken erstmals seit 2012 unter 200 Millionen Tonnen. Der «überdurchschnittliche Rückgang» von 8,1 Prozent sei maßgeblich für die Gesamtentwicklung, so die Statistiker. Denn Bau- und Abbruchabfälle machen über die Hälfte des Abfallaufkommens aus. 

Ebenfalls deutlich verringert hat sich das Aufkommen von Produktions- und Gewerbeabfällen (minus 3,3 Prozent) und von Abfällen aus der Gewinnung und Behandlung von Bodenschätzen (minus 1,4 Prozent).

Siedlungsabfälle - Abfälle aus privaten Haushalten oder vergleichbaren Einrichtungen wie zum Beispiel Kantinen - stiegen geringfügig um 0,6 Prozent. Sekundärabfälle, die bereits in einer Abfallentsorgungsanlage behandelt wurden, nahmen um 0,3 Prozent zu. 

313,3 Millionen Tonnen Abfälle wurden im Jahr 2023 verwertet. Das entspricht einer Verwertungsquote von 82 Prozent. Damit blieb die Verwertungsquote des Gesamtabfallaufkommens seit dem Jahr 2019 unverändert. Die meisten der rund 266 Millionen Tonnen verwerteten Abfälle wurden recycelt.


Bildnachweis: © Soeren Stache/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Herzlich willkommen in der Meckenheim App, Raumausstattung Fuhs
Neuer Partner

2023 wurde Fuhs als Handwerksbetrieb des Jahres von der Kreishandwerkerschaft Bonn-Rhein-Sieg ausgezeichnet

weiterlesen...
Zwei Männer bei Einbruch in leerstehendes Gebäude gestellt
Mitteilung der Polizei

Am späten Freitagabend stellten Einsatzkräfte der Bonner Polizei zwei Männer, die in ein leerstehendes Gebäude an der Bahnhofstraße eingebrochen waren

weiterlesen...

Neueste Artikel

US-Wetterchaos: Extrembedingungen für 200 Millionen Menschen
Aus aller Welt

Hitze an der Westküste, Überschwemmungen auf Hawaii, Schneemassen im Norden und Sturmwarnungen für die Ostküste. Tausende Flüge müssen in den USA gestrichen werden.

weiterlesen...
Anklage über Høiby: «Er nimmt sich, was er will»
Aus aller Welt

Eifersucht, Drogen, Ausraster: In ihrem Plädoyer zeichnet die Staatsanwaltschaft ein düsteres Bild von Marius Borg Høiby. Vier Vergewaltigungs-Vorwürfe stehen im Raum. Jetzt geht es um das Strafmaß.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

US-Wetterchaos: Extrembedingungen für 200 Millionen Menschen
Aus aller Welt

Hitze an der Westküste, Überschwemmungen auf Hawaii, Schneemassen im Norden und Sturmwarnungen für die Ostküste. Tausende Flüge müssen in den USA gestrichen werden.

weiterlesen...
Anklage über Høiby: «Er nimmt sich, was er will»
Aus aller Welt

Eifersucht, Drogen, Ausraster: In ihrem Plädoyer zeichnet die Staatsanwaltschaft ein düsteres Bild von Marius Borg Høiby. Vier Vergewaltigungs-Vorwürfe stehen im Raum. Jetzt geht es um das Strafmaß.

weiterlesen...