Eine Domina ist wegen Steuerhinterziehung zu einer Geldstrafe von 10.000 Euro verurteilt worden. Sie habe durch zu niedrig angegebene Einkünfte einen Steuerschaden von rund 87.600 Euro verursacht, sagte der Richter am Amtsgericht Karlsruhe bei der Urteilsverkündung. Er verurteilte die 53-Jährige zu 400 Tagessätzen à 25 Euro. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Der Anwalt ließ offen, ob er Rechtsmittel einlegt. Das zugrunde liegende Geld soll die Frau von einem «24/7-Sklaven» bekommen haben, der ihr also rund um die Uhr dienen sollte. Ihm soll sie den Angaben nach Prüfungen auferlegt haben, die unter anderem Geldzahlungen vorsahen. Der rund 15 Jahre jüngere Kunde, der zeitweise im gleichen Haus lebte wie die Angeklagte, hatte ihr nach eigenen Aussagen rund 250.000 Euro überwiesen. Er sei davon ausgegangen, dass er das Geld später zurückbekomme. Nach Aussage der Angeklagten entwickelte sich ihre Beziehung in eine private Richtung. Daher habe sie das Geld zum gemeinsamen Leben auch nicht in ihrer Steuererklärung angegeben. Das glaubte der Richter nicht. Sie habe die Neigungen des Kunden ausgenutzt und dass er über viel Geld verfügte. Der «Sklave», der als Zeuge in dem Verfahren auftrat, hatte nach eigenen Angaben versucht, die Anklagte wegen Betrugs anzuzeigen. Dies habe aber zu keinem Ergebnis geführt, weil man ihm nicht geglaubt habe. Deswegen habe er auch keine zivilrechtlichen Ansprüche geltend gemacht.«Sklave» dachte, er kriege Geld zurück
Richter glaubt Domina nicht
Bildnachweis: © Axel Heimken/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Domina wegen Steuerhinterziehung verurteilt
Mit Rohrstock-Erziehung und Peitschenhieben soll sie viel Geld eingetrieben haben. Bei der Einhaltung von Regeln war sie bei ihrem «Sklaven» streng - bei ihrer Steuererklärung aber nicht.
Meistgelesene Artikel
- 25. Juni 2026
Extreme Hitze: RSAG informiert über mögliche Einschränkungen bei Entsorgung und Serviceangeboten
Der Schutz der Beschäftigten hat dabei oberste Priorität
- 2. Juli 2026
Verkehrsunfall auf der L261
65-jähriger Leichtkraftradfahrer lebensgefährlich verletzt
Füreinander. Für dich. Für uns. Für alle.
Neueste Artikel
- 22. Juli 2026
Von Koalas und Kobolden: Wenn KI den Urlaub plant
Sie werden nie müde und kennen angeblich jeden Geheimtipp: KI-Assistenten erobern die Urlaubswelt. Die digitalen Helfer sind immer höflich und meistens hilfreich – aber manchmal auch herrlich daneben.
- 22. Juli 2026
Nach Geisterfahrt auf A45: Zwölfjährige gestorben
Nach dem folgenschweren Unfall einer Geisterfahrerin in Hessen ist eines der lebensgefährlich verletzten Kinder gestorben. Drei Menschen schweben weiterhin in Lebensgefahr.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 22. Juli 2026
Von Koalas und Kobolden: Wenn KI den Urlaub plant
Sie werden nie müde und kennen angeblich jeden Geheimtipp: KI-Assistenten erobern die Urlaubswelt. Die digitalen Helfer sind immer höflich und meistens hilfreich – aber manchmal auch herrlich daneben.
- 22. Juli 2026
Nach Geisterfahrt auf A45: Zwölfjährige gestorben
Nach dem folgenschweren Unfall einer Geisterfahrerin in Hessen ist eines der lebensgefährlich verletzten Kinder gestorben. Drei Menschen schweben weiterhin in Lebensgefahr.

