23. Februar 2026 / Aus aller Welt

Drama über Tokios Dächern - Fahrstuhl steckte Stunden fest

Für viele Fahrstuhlbenutzer ist es die blanke Horrorvorstellung: In schwindelerregender Höhe plötzlich festzustecken. Genau das ist Besuchern des berühmten Fernsehturms in Tokio widerfahren.

Der berühmte Tokyo Skytree ist der höchste Fernsehturm der Welt. (Archivbild)
Veröffentlicht am 23. Februar 2026 um 00:32 Uhr

Alptraum am höchsten Fernsehturm der Welt: 20 Besucher des 634 Meter hohen Tokyo Skytree in Japans Hauptstadt steckten stundenlang in einem Fahrstuhl fest. Für die Betroffenen, darunter zwei Kinder, die in 30 Metern Höhe festsaßen, wurde der Ausflug zur extremen Geduldsprobe. Mehr als fünf Stunden harrten sie in dem Fahrstuhl aus, bis sie mitten in der Nacht gegen 2.00 Uhr morgens (Ortszeit) befreit werden konnten, wie der japanische Fernsehsender NHK berichtete. Niemand sei verletzt worden.

Aus zunächst unbekannter Ursache war der Aufzug auf dem Weg von der Aussichtsplattform des Fernsehturms, die sich in schwindelerregender Höhe von 350 Metern befindet, aus noch ungeklärter Ursache plötzlich stehengeblieben. Herbeigeeilte Polizeibeamte und andere Helfer hielten mit den Eingeschlossenen telefonisch Kontakt, während sie nach einer Lösung suchten.

Rettung über Metallbrücke 

Die nächtliche Rettungsaktion glich einem Krimi. Zunächst konnte ein benachbarter Aufzug auf dieselbe Höhe des Fahrstuhls abgesenkt werden. Daraufhin wurden die Notausgänge beider Aufzüge geöffnet und eine Metallbrücke mit Handläufen zwischen den beiden etwas mehr als einen Meter voneinander entfernten Aufzügen angebracht. Über diese konnten die Eingeschlossenen schließlich in Sicherheit gebracht werden, berichtete NHK.

Der Tokyo Skytree, Tokios hochmodernes Wahrzeichen, war 2012 eröffnet worden. Er ist auch für ausländische Touristen eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten der japanischen Hauptstadt. Er ist nach dem Burj Khalifa in Dubai und dem Merdeka 118 in Kuala Lumpur das dritthöchste Bauwerk der Welt. Dass so ein Turm im hochgradig erdbebengefährdeten Japan errichtet wurde und das schwere Beben vom 11. März 2011 überstanden hatte, sei eine «bedeutende Botschaft an die Welt», hatte ein Minister damals triumphiert.


Bildnachweis: © Jae C. Hong/AP/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Sonnenfinsternis begeistert in Spanien und Deutschland
Aus aller Welt

Ausgebuchte Hotels, Straßensperrungen und ein Hype um Balkone: Ein spektakuläres Naturschauspiel versetzt Spanien in den Ausnahmezustand. Auch in Deutschland blicken Millionen gebannt zum Himmel.

weiterlesen...
Hurrikan «Lala» vor Hawaii: Zehntausende ohne Strom
Aus aller Welt

Hurrikan «Lala» zieht dicht an Big Island vorbei. Zehntausende sind ohne Strom, Straßen sind überflutet. Auch Maui und Oahu müssen sich auf Sturm und Starkregen einstellen.

weiterlesen...
Polizei-Mobil in Meckenheim
Mitteilung der Polizei

Kriminalpolizei berät vor Ort

weiterlesen...

Neueste Artikel

Reisebus umgestürzt: Tödliches Unglück in der Schweiz
Aus aller Welt

Ein Reisebus aus den Niederlanden mit knapp 50 Insassen stößt im Engadin gegen eine Leitplanke und kippt um. Was bisher über den Unfall bekannt ist - und warum die Polizei Details vorerst zurückhält.

weiterlesen...
«Ein bisschen befremdlich» - Erdbeben in der Region Mannheim
Aus aller Welt

Ein Erdbeben in Worms ist auch weiter weg zu spüren. Die Mannheimer Polizei etwa berichtet von Erschütterungen, die Wormser von mehreren Notrufen. Was bislang bekannt ist.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Reisebus umgestürzt: Tödliches Unglück in der Schweiz
Aus aller Welt

Ein Reisebus aus den Niederlanden mit knapp 50 Insassen stößt im Engadin gegen eine Leitplanke und kippt um. Was bisher über den Unfall bekannt ist - und warum die Polizei Details vorerst zurückhält.

weiterlesen...
«Ein bisschen befremdlich» - Erdbeben in der Region Mannheim
Aus aller Welt

Ein Erdbeben in Worms ist auch weiter weg zu spüren. Die Mannheimer Polizei etwa berichtet von Erschütterungen, die Wormser von mehreren Notrufen. Was bislang bekannt ist.

weiterlesen...