Nach schweren Unwettern auf Sizilien hat sich in einer Stadt ein massiver Erdrutsch gebildet. Seit dem Wochenende sackt der Boden in Teilen des Gebiets von Niscemi im Süden der Mittelmeerinsel ab. Ein Teil der Stadt steht regelrecht am Abgrund und droht abzurutschen. Mehr als 1.500 Menschen mussten nach Angaben der Behörden aus ihren Häusern evakuiert werden. Sizilien war in den vergangenen Tagen von Unwettern mit starken Regenfällen heimgesucht worden. Auch Sardinien und der Süden des italienischen Festlandes waren betroffen. Nach Angaben der Behörden beziffern die Behörden allein für Sizilien den Schaden auf 1,5 Milliarden Euro. Am Montag rief die Regierung in Rom für die betroffenen Regionen den Unwetternotstand aus. Besonders dramatisch ist die Situation wegen des Erdrutsches in Niscemi. Der Chef des italienischen Zivilschutzes, Fabio Ciciliano, sagte bei einem Besuch der Stadt: «Der Erdrutsch ist voll aktiv, und die Lage ist kritisch.» Es gebe Wohnhäuser, die nicht mehr wiederhergestellt werden könnten. Für die betroffenen Bewohner müsse ein Plan zur Umsiedlung erarbeitet werden. Der sich konstant weiter bewegende Erdrutsch hat sich nämlich mitten in einem Wohngebiet gebildet. Auf Bildern ist zu sehen, wie Wohnhäuser direkt am Abhang stehen. Eine vier Kilometer lange Front droht abzusinken. Bereits abgesunkene Teile des Gebiets aus Schlamm und Geröll bewegen sich inzwischen seit dem Wochenende immer weiter über Hänge in der Gegend.Zivilschutz-Chef: «Erdrutsch ist voll aktiv»
Bildnachweis: © Alberto Lo Bianco/LaPresse via ZUMA Press/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Erdrutsch bedroht sizilianische Stadt - 1.500 evakuiert
Wohnhäuser stehen am Abgrund, mehr als 1.500 Menschen müssen ihre Häuser verlassen: Nach schweren Regenfällen gefährdet ein Erdrutsch eine Stadt auf Sizilien. Dieser ist noch voll aktiv.
Meistgelesene Artikel
Vor rund vier Jahren war erstmals eine ungeplante Kollision eines Raketenteils mit dem Mond bekanntgeworden. Im August soll es Wissenschaftlern zufolge einen ähnlichen Vorfall geben.
- 19. Juli 2026
Großer Waldbrand bei Madrid außer Kontrolle
Nordöstlich von Madrid hat ein Waldbrand bei Guadalajara bereits Tausende Hektar verbrannt. Allein in einer Nacht fraßen sich die Flammen 14 Kilometer voran. Woanders gab es hingegen gute Nachrichten.
- 20. Juli 2026
Tschechien bringt Handyverbot an Schulen auf den Weg
Ab September 2027 sollen in Tschechien Smartphones und Smartwatches aus den Klassenzimmern verschwinden. Kritiker halten das für Populismus - und warnen vor Frust bei den Schülern.
Neueste Artikel
- 17. August 2026
Experte: Flughafen München nur knapp an Katastrophe vorbei
Warum hob die Passagiermaschine erst hinter dem Bahnende ab – und wieso wurde der Start nicht abgebrochen? Experten und Ermittler suchen nach Antworten zum Vorfall am Flughafen München.
- 17. August 2026
Feuer aus Belgien rückt nicht weiter vor
Erleichterung in Monschau: Das Feuer aus Belgien rückt nicht weiter vor. Außerdem kommt Hilfe von oben. Der Regen allein kann das Feuer aber nicht löschen.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 17. August 2026
Experte: Flughafen München nur knapp an Katastrophe vorbei
Warum hob die Passagiermaschine erst hinter dem Bahnende ab – und wieso wurde der Start nicht abgebrochen? Experten und Ermittler suchen nach Antworten zum Vorfall am Flughafen München.
- 17. August 2026
Feuer aus Belgien rückt nicht weiter vor
Erleichterung in Monschau: Das Feuer aus Belgien rückt nicht weiter vor. Außerdem kommt Hilfe von oben. Der Regen allein kann das Feuer aber nicht löschen.

