Der Fall des an der Ostseeküste gestrandeten Wals gilt nach Einschätzung internationaler Experten als weltweit einzigartig. «Noch nie ist beobachtet worden, dass ein Wal innerhalb weniger Tage mehrfach an einer Küste strandet und weiterlebt», teilte Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) mit. Das habe die Internationale Walfangkommission (IWC) in einem Schreiben an das Ministerium erklärt. «Dies geschieht hier bei uns auch noch 24 Stunden pro Tag unter Kamerabeobachtung vor den Augen der Öffentlichkeit», betonte Backhaus. «Die Entscheidung, keine Rettungsversuche zu unternehmen, weil sie dem Tier mehr schaden als nützen würden, ist mir so schwergefallen, wie wohl keine andere in meinem bisherigen politischen Leben.» Dennoch hätte «kein ernstzunehmender Experte auf der Welt» ein anderes Vorgehen empfohlen. «In Mecklenburg-Vorpommern kamen Strandungen bisher selten vor, in der gesamten Ostseeregion ist es allerdings kein seltenes Ereignis», sagte eine Sprecherin des Deutschen Meeresmuseums in Stralsund der Deutschen Presse-Agentur. In der gesamten Ostsee strandeten demnach bereits zahlreiche Arten, darunter Buckelwale und Finnwale, Zwergwale, Narwale und Pottwale. Der Fall des Timmy genannten Buckelwals sei in Mecklenburg-Vorpommern die erste Lebendstrandung eines Großwals der vergangenen zehn Jahre. Vor 201 Jahren strandete ein lebendiger Finnwal vor Rügen, dessen Skelett mittlerweile im Meeresmuseum hängt. Konkrete Daten und Zahlen zu Strandungen sowohl toter als auch lebender Großwale aus früheren Jahren liegen laut Meeresmuseum aktuell nicht vor.Strandungen von Großwalen selten
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Fall von Buckelwal Timmy gilt als weltweit einzigartig
Erstmals in den vergangenen zehn Jahren strandet ein lebender Großwal in Mecklenburg-Vorpommern. Die Internationale Walfangkommission spricht von einem einmaligen Ereignis.
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