12. Februar 2026 / Aus aller Welt

Falsche Tickets? Festnahmen nach Betrugsverdacht im Louvre

Schon wieder gerät der berühmte Louvre in den Fokus: Die Polizei ermittelt wegen eines mutmaßlichen Millionenbetrugs mit Tickets. Das Museum hatte zuvor Unregelmäßigkeiten gemeldet.

Wegen Verdachts auf Betrügerei mit gefälschten Tickets hat der Louvre die Polizei eingeschaltet. Es wird die Existenz eines umfassenden Netzwerks vermutet (Archivbild).
Veröffentlicht am 12. Februar 2026 um 20:32 Uhr

Die Pariser Justiz hat wegen des Verdachts eines großangelegten Betrugs mit Eintrittskarten in das berühmte Museum Louvre neun Menschen festgenommen und über 1,4 Millionen Euro beschlagnahmt. Zu den Festgenommenen gehörten Touristenführer, zwei Beschäftigte des Louvre sowie eine Person, die verdächtigt wird, das Netzwerk organisiert zu haben, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte.

Die Festnahmen erfolgten nach Angaben der Behörde am Dienstag. Am Freitag sollen die Verdächtigen dem Haftrichter vorgeführt werden. Der Betrug soll nach Angaben der Ermittler über zehn Jahre angedauert haben. Der Louvre beziffere den entstandenen Schaden auf über zehn Millionen Euro. Die Summe sollen die Verdächtigten teils in Immobilien sowohl in Frankreich als auch in Dubai investiert haben, so die Staatsanwaltschaft. Ermittlungen zu einem möglichen Ticketbetrug fanden demnach auch im Schloss von Versailles statt. 

Museumsmitarbeiter sollen Betrügern geholfen haben

Das Museum hatte Ende 2024 selbst bei der Polizei Alarm geschlagen, weil es die Existenz eines Netzwerks vermutete, das einen großangelegten Betrug organisiert. Die Betrüger sollen nach Angaben der Staatsanwaltschaft Gruppenführungen organisiert haben, die die zulässige Höchstzahl von Personen überschritten, und für die zusätzlichen Teilnehmer überhöhte Preise berechnet haben – außerhalb des offiziellen Ticketverkaufs und zum eigenen Profit. Auch sollen sie Tickets mehrfach verwendet und falsche Tickets verkauft haben. Museumsmitarbeiter sollen Geld dafür erhalten haben, die Gruppen nicht zu kontrollieren.

Um den mutmaßlichen Betrügerring zu überführen, setzten die Fahnder auf Überwachungsmaßnahmen und Abhöraktionen, erläuterte die Staatsanwaltschaft. Neben den Festnahmen wurde bei Razzien mehr als 957.000 Euro in bar beschlagnahmt, darunter 67.000 Euro in ausländischer Währung, sowie 486.000 Euro auf verschiedenen Bankkonten. 

Louvre will strenger kontrollieren

Das Museum habe einen Plan zur Betrugsbekämpfung angeschoben, der strengere Kontrollen und technische Maßnahmen umfasse, sagte eine Louvre-Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur.

Der Fall reiht sich in mehrere jüngere Vorfälle am Louvre ein. Im Oktober kam es zu einem spektakulären Einbruch, bei dem acht Kronjuwelen im Wert von 88 Millionen Euro entwendet wurden. Im November musste eine Galerie wegen technischer Schäden geschlossen werden.


Bildnachweis: © Thomas Padilla/AP/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Müllabfuhr verschiebt sich im Mai und Juni nach den Feiertagen
Mitteilung der RSAG

Im gesamten Rhein-Sieg-Kreis kommt es im Mai und Juni 2026 aufgrund der Feiertage zu Verschiebungen bei der Müllabfuhr

weiterlesen...
Herzlich willkommen, Autohaus Nossmann
Neuer Partner

Neuer Partner in der Meckenheim App: Autohaus Nossmann

weiterlesen...
Autobahn GmbH erwartet erhöhtes Verkehrsaufkommen zu Christi Himmelfahrt
Mitteilung der Autobahn GmbH

Erfahrungsgemäß nutzen viele Menschen den Feiertag, den Brückentag und das anschließende Wochenende für Kurzreisen und Ausflüge

weiterlesen...

Neueste Artikel

Verkaufserfolg mit Vladimir Pokersnik
Neuer Partner

LBS-Immobilienmakler Vladimir Pokersnik ist neuer Partner der Meckenheim App

weiterlesen...
Polizei-Mobil in Meckenheim
Mitteilung der Polizei

Kriminalpolizei berät vor Ort

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Klimadienst: Mai 2026 war weltweit der zweitwärmste
Aus aller Welt

Von Dürre bis Überschwemmung: Im Mai 2026 sorgten Klimaextreme europaweit für Rekorde. Warum solche Wetterkapriolen bald zur neuen Normalität werden könnten.

weiterlesen...
Streeck: Weniger Alkohol ist mehr - Aktionswoche startet
Aus aller Welt

Der Bundesdrogenbeauftragte warnt vor körperlichen, psychischen und sozialen Schäden, die Alkohol anrichten kann. Spaß funktioniert auch ohne Alkohol, möchte eine Kampagnen-Woche klarstellen.

weiterlesen...