10. Juli 2025 / Aus aller Welt

Fatale Momente: Koalas leben im Baum - und sterben am Boden

Laut einer Studie verbringen Koalas weniger als ein Prozent ihrer Zeit am Boden. Gerade diese wenigen Minuten sind oft tödlich. Dafür gibt es vor allem zwei Gründe.

Koalas sind bedroht - etwa durch die Rodung von Bäumen, wie eine Studie nun herausfand.
Veröffentlicht am 10. Juli 2025 um 09:29 Uhr

Eigentlich sind sie Baumbewohner - doch die meisten Koalas kommen am Boden ums Leben. Dabei verbringen die Tiere dort einer aktuellen Studie zufolge lediglich zehn Minuten pro Tag. «Koalas leben überwiegend auf Bäumen, sind aber aufgrund großflächiger Rodungen zunehmend gezwungen, sich am Boden fortzubewegen, was sie einem hohen Verletzungs- und Todesrisiko aussetzt», erklärte Studienleiterin Gabriella Sparkes von der Universität Queensland auf einer Biologentagung in Antwerpen.

In der Studie hatte sie die Bewegungen der Koalas detailliert untersucht, indem sie die Tiere mit GPS-Halsbändern ausstattete. Die Geräte zeichneten in kurzen Abständen ihren Standort auf, konnten zwischen Gehen, Klettern und Ruhen unterscheiden - und ermöglichten damit nach Angaben der Forschenden eine bislang unerreichte Feinanalyse.

Ergebnisse: Die Beutelsäuger steigen gewöhnlich nur zwei- bis dreimal pro Nacht von den Bäumen - und durchschnittlich für etwa insgesamt zehn Minuten. Das mache weniger als ein Prozent der Zeit aus, erläuterte Sparkes. Doch auf diese kurze Spanne entfallen einer früheren Studie zufolge rund zwei Drittel aller bekannten Todesfälle. Häufigste Ursachen sind Angriffe durch Hunde oder Kollisionen mit Autos.

Erkenntnisse können Koala-Schutz verbessern

Aus diesen Erkenntnissen wollen die Forschenden ableiten, welche Umweltbedingungen für Koalas besonders gefährlich sind. Und wie man die Tiere, die auf der Roten Liste des Weltnaturschutzunion (IUCN) als «gefährdet» stehen, effektiver schützen kann.

«Wenn wir die Baumarten oder Lebensraumbedingungen identifizieren können, die Koalas dazu ermutigen, länger in Bäumen zu bleiben, können wir möglicherweise Landschaften so gestalten, dass die Notwendigkeit von Bodenbewegungen reduziert wird», wird Sparkes in einer Mitteilung zu dem Vortrag zitiert. Als Beispiele nannte sie etwa durchgehende Baumkronenverbindungen oder auch kürzere Distanzen zwischen geeigneten Bäumen.


Bildnachweis: © Ami Fadhillah Amir Abdul Nasir/Society for Experimental Biology/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

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