Nach zahlreichen Waldbränden am Wochenende in Deutschland und Tschechien warten viele Menschen nun auf Regen. «Wir hoffen, dass es in den kommenden Tagen ausreichend Niederschlag gibt», sagte die geschäftsführende Vorständin der Stiftung Naturlandschaften Brandenburg, Antje Wurz, der Deutschen Presse-Agentur. Wenig später gab die Feuerwehr aber Entwarnung beim Waldbrand nahe dem brandenburgischen Jüterbog. Dem Stadtbrandmeister Rico Walentin nach «ist mit keiner weiteren Ausbreitung zu rechnen.» Die Feuerwehr werde abrücken, die Lage sei inzwischen «entspannt». Am Vormittag hatte eine Drohne den Wald überflogen und 152 Hektar betroffenes Gelände gemessen. Das Feuer war am Freitag auf zunächst 2,5 Hektar Fläche ausgebrochen und hatte sich auf dem mit Munition belasteten Gebiet rasch ausgebreitet. Auch die Bürgermeisterin von Jüterbog, Christiane Lindner-Klopsch (parteilos), sprach davon, dass es «keine aktive Feuerfront» mehr gebe. Dennoch dürften sich die Menschen dort über die Wettervorhersage freuen: Am Dienstag ist für die Region Jüterbog Regen vorausgesagt. Ebenfalls spätestens am Dienstag soll es in der Region am tschechischen Nationalpark Böhmische Schweiz nahe der Grenze zu Sachsen regnen. Der Nationalpark wurde im Jahr 2000 ausgerufen und umfasst eine Fläche von rund 79 Quadratkilometern. Dort war am Samstag aus noch ungeklärter Ursache ein Feuer ausgebrochen. Aktuell breitet sich der Waldbrand nicht weiter aus. Nach Angaben der Behörden ist er aber bisher nicht unter Kontrolle. Erschwert wird der Einsatz im schwer zugänglichen Gelände durch Hitze, Trockenheit und Wind. «Das Wetter ist unberechenbar», schrieb die tschechische Feuerwehr auf der Plattform X. Eine Fläche von etwas weniger als einem Quadratkilometer ist inzwischen von dem Waldbrand betroffen. Vor Ort sind mehr als 400 Feuerwehrleute sowie weitere Kräfte von Polizei, Armee und Rettungsdienst im Einsatz. Mindestens acht Helikopter sollten Wasser aus der Luft abwerfen. Zwei mittelgroße Transporthubschrauber des Typs Sikorsky UH-60 Black Hawk werden zur Unterstützung aus der benachbarten Slowakei erwartet. Auch auf dem Saurüsselkopf in den Chiemgauer Alpen lodern weiter die Flammen. Ein aktives Eingreifen sei aufgrund der steilen und schwer zugänglichen Lage des Geländes «nicht zielführend und würde eine Gefährdung für die einzelnen Kräfte darstellen», teilte die Gemeinde mit. Feuerwehrleute seien um das Gebiet positioniert, die den Brand beobachten. Für den Morgen sei eine Lageerkundung aus der Luft geplant, hieß es. Auch ein Krisenstab wurde eingerichtet. Auf Bildern ist zu sehen, wie noch immer große Rauchwolken aus einem bewaldeten Berg bei Ruhpolding (Landkreis Traunstein) aufsteigen. «Nach aktueller Einschätzung sind inzwischen rund vier bis fünf Hektar Waldfläche betroffen», teilte die Gemeinde mit. Die Brandursache war auch hier zunächst unklar. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) sagte für Südbayern ab dem Nachmittag einzelne Schauer und Gewitter voraus.«Das Wetter ist unberechenbar»
Schwer zugängliches Gelände
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