10. April 2026 / Aus aller Welt

Flugzeug nach Triebwerksproblem in Hamburg gelandet

Nach dem Start am Hamburger Flughafen muss ein Flugzeug wegen eines Zwischenfalls wieder umdrehen. Die Landung der Eurowings-Maschine verläuft sicher. Was das für die Reisenden an Bord bedeutet.

Laut der Flugdatenplattform Flightradar24 war das Flugzeug am Nachmittag am Hamburger Flughafen abgehoben, wo es keine Stunde später auch wieder landete.
Veröffentlicht am 10. April 2026 um 18:53 Uhr

Nach einem Triebwerksproblem ist ein Flugzeug der Airline Eurowings außerplanmäßig am Hamburger Flughafen gelandet. Die Landung sei sicher verlaufen, sagte eine Sprecherin des Hamburger Airports. Laut Eurowings handelte es sich um eine Sicherheitslandung. Zunächst hatten mehrere Medien berichtet, darunter die «Bild». 

Eurowings teilte mit, ein Triebwerk der Airbus A319 habe während des Flugs eine Fehlermeldung angezeigt. Deswegen habe die Cockpit-Crew entschieden, nach Hamburg zurückzukehren. Die Maschine mit rund 130 Passagieren an Bord befand sich auf dem Weg nach London. Die Fluggesellschaft machte auf Nachfrage keine Angabe dazu, ob das Triebwerk ausfiel. 

Laut der Flugdatenplattform Flightradar24 war das Flugzeug gegen 13.40 Uhr am Hamburger Flughafen abgehoben, wo es gegen 14.30 Uhr auch wieder landete. Zuvor war es im Luftraum bei Oldenburg und Bremen umgekehrt, wie aus der Webseite der Plattform hervorgeht. Nach der Landung war es von mehreren Einsatzfahrzeugen umgeben. 

Eurowings teilte weiter mit, die Passagiere hätten das Flugzeug nach der Landung über die Fluggasttreppen verlassen. «Die Sicherheit der Passagiere und Besatzung war zu keinem Zeitpunkt gefährdet.» Eurowings buche die Passagiere auf Ersatzflüge um und bedauere die Unannehmlichkeiten. 

Luftfahrtexperte: Piloten üben Triebwerksausfall regelmäßig

Der Luftfahrtexperte Heinrich Großbongardt sagte der dpa auf Anfrage, der Ausfall eines Triebwerks von zwei sei kein Notfall, solange das Flugzeug steuerbar sei. Es handle sich um ein Szenario, das Piloten regelmäßig übten. 

Grundsätzlich reiche die Leistung eines verbliebenen Triebwerks aus, um zu starten und zu landen. Am kritischsten sei der Ausfall nach dem Abheben. Es komme selten vor, dass beide Triebwerke ausfielen.

Eine Sprecherin der Deutschen Flugsicherung (DFS) teilte auf Anfrage mit, außerplanmäßige Landungen gehörten zum normalen Flugbetrieb und kämen regelmäßig vor. Eine genaue Zahl könne die DFS, die für die Kontrolle des Verkehrs im deutschen Luftraum zuständig ist, aber nicht nennen.


Bildnachweis: © Jonas Walzberg/dpa
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