9. Januar 2026 / Aus aller Welt

Puzzlearbeit nach Millionen-Coup: Bank noch für Wochen zu

Nach dem spektakulären Einbruch in Gelsenkirchen bleibt die Sparkasse noch für Wochen zu. Nur der SB-Bereich mit den Bankautomaten sei ab kommender Woche wieder zugänglich, teilt die Bank mit.

Die Sparkasse bleibt bis auf den SB-Raum mit den Automaten noch für Wochen zu - im Tresorraum wird fieberhaft gearbeitet.
Veröffentlicht am 9. Januar 2026 um 17:31 Uhr

Nach dem spektakulären Millionen-Einbruch in einer Gelsenkirchener Sparkassen-Filiale bleibt das Institut wegen der laufenden Ermittlungs- und Aufräumarbeiten im Tresorraum noch für Wochen geschlossen. Immerhin soll in der kommenden Woche der sogenannte SB-Bereich mit den Bankautomaten im Foyer wieder geöffnet werden, teilte die Bank mit.

Zahlreiche Polizisten erfassten und fotografierten in der Filiale mit Unterstützung der Sparkasse systematisch die von den Einbrechern zurückgelassenen Dokumente und Gegenstände aus den Schließfächern. Dies geschehe unter notarieller Begleitung und könne noch mehrere Wochen in Anspruch nehmen, so die Sparkasse. Die Polizei hat nach dpa-Informationen ihre Kräfte auf rund 100 Beamte aufgestockt. Gearbeitet wird sieben Tage in der Woche, so die Mitteilung. 

Chaos mit Tausenden Einzelobjekten im Tresorraum

Die Ermittlergruppe läuft unter dem Namen «Besondere Aufbauorganisation (BAO) Bohrer». Nach dpa-Informationen liegen in dem Tresorraum in einem chaotischen Durcheinander mehrere zehntausend Einzelgegenstände aus den mehr als 3.000 aufgebrochenen Schließfächern. Diese müssen erfasst, katalogisiert und zugeordnet werden. 

Bei der Fahndung nach den Tätern gebe es keinen neuen Stand, sagte ein Gelsenkirchener Polizeisprecher auf Nachfrage. 

Bei dem Millionen-Coup Ende Dezember hatten sich die Täter über ein Parkhaus Zutritt zu der Bank verschafft und ein großes Loch in eine Wand gebohrt, um in den Tresorraum zu gelangen. Fast alle 3.250 Kundenschließfächer der Sparkassen-Filiale im Stadtteil Buer wurden aufgebrochen. 

Der Schaden wird noch ermittelt. Er soll nach ersten Schätzungen der Polizei im mittleren zweistelligen Millionenbereich liegen, könnte aber sogar noch deutlich höher sein.


Bildnachweis: © Michael Weber/WtV News/dpa
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