18. Mai 2026 / Aus aller Welt

Haus in Görlitz eingestürzt - fünf Menschen nicht erreichbar

Nach einem Hauseinsturz in Sachsen ist die Lage auch nach mehreren Stunden weiter unklar. Fünf Menschen, die möglicherweise in dem Haus waren, sind nicht erreichbar.

Die Unfallstelle musste zunächst abgesichert werden.
Veröffentlicht am 18. Mai 2026 um 23:25 Uhr

Nach dem Einsturz eines Gründerzeithauses im sächsischen Görlitz sind fünf Menschen nicht erreichbar. Es könne sein, dass sich diese zum Zeitpunkt des Einsturzes im Haus aufhielten, teilte eine Sprecherin der Polizei mit. Ob die fünf - oder andere verschüttete Menschen - sich unter den Trümmern befinden, war weiterhin unklar. Am Einsturzort hielt sich ein Mann auf, der seine Frau und seine Cousine in dem eingestürzten Gebäude vermutete. 

Möglicherweise habe es in dem Mehrfamilienhaus eine Gasexplosion gegeben, schrieb die Polizei auf X. Die Unfallstelle wurde zunächst weiträumig evakuiert und abgesperrt. Dann begann die Suche nach Toten oder Verletzten. Unter anderem war eine Hundestaffel im Einsatz. Polizei, Feuerwehr und Katastrophenschutz seien am Unglücksort. 

Ursache für Einsturz des Gebäudes unklar

In dem eingestürzten Haus in der James-von-Moltke-Straße unweit des Görlitzer Bahnhofs befanden sich nach Angaben der Polizei Miet- und Ferienwohnungen. Es konnte nicht geklärt werden, warum das Gebäude einstürzte. Nach Angaben des Ordnungsamtes handelt es sich bei dem Haus um ein Haus der Wohnungsbaugesellschaft KommWohnen, die ein Tochterunternehmen der Stadt Görlitz ist.

Görlitz ist die östlichste Stadt Deutschlands, sie liegt in der sächsischen Oberlausitz direkt an der Neiße und hat 57.000 Einwohner. Seit 1998 bildet Görlitz zusammen mit der östlich gelegenen polnischen Nachbarstadt Zgorzelec eine grenzüberschreitende Europastadt. Wegen der historischen unzerstörten Altstadtkulisse ist die Stadt auch ein gefragter Drehort für internationale Filmproduktionen.


Bildnachweis: © Paul Glaser/dpa
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