26. August 2025 / Aus aller Welt

Hilfe für Brand-Opfer in Spanien - Viele Feuer lodern weiter

Die iberische Halbinsel stand im August in Flammen. Zwar hat sich die Lage nach den Mega-Bränden inzwischen etwas entspannt. Doch die Betroffenen brauchen schnelle Hilfe, um ihre Existenzen zu retten.

Ein Löschhubschrauber wirft Wasser über einem Feuer in der spanischen Provinz Ourense ab.
Veröffentlicht am 26. August 2025 um 17:06 Uhr

Nach den verheerenden Wald- und Buschbränden der vergangenen Wochen in Spanien sollen die betroffenen Bürger schnelle finanzielle Hilfe vom Staat erhalten. Auf der ersten Sitzung des Ministerrates nach der Sommerpause erklärte die Regierung von Ministerpräsident Pedro Sánchez zahlreiche Gebiete zu Notstandszonen. Damit können die Bürger Unterstützung für den Wiederaufbau nach den Vorgaben des Katastrophenschutzgesetzes beantragen, wie die Regierung in Madrid mitteilte.

Die Hilfen richten sich demnach nicht nur an die Opfer von 113 Waldbränden, die in diesem Sommer - vor allem aber seit Anfang August - in weiten Teilen des Landes wüteten. Auch Betroffene von fünf schweren Unwettern mit Überschwemmungen und Sturzfluten sollen berücksichtigt werden.

Obwohl sich die Lage seit dem Wochenende entspannt hat, lodern weiterhin viele Feuer. Aktuell seien 15 größere Brände aktiv, sagte Innenminister Fernando Grande-Marlaska vor Journalisten. Besonders besorgniserregend seien drei Brände in den Provinzen Zamora, León und Lugo im Nordwesten Spaniens.

Es waren die schwersten Naturbrände seit Jahrzehnten

Der Norden und Westen Spaniens waren seit dem 5. August während einer ungewöhnlich langen Hitzewelle besonders stark betroffen. Eine offizielle Schadensbilanz liegt nicht vor. Nach jüngster Schätzung des Europäischen Waldbrandinformationssystems (EFFIS) wurden seit Jahresbeginn in Spanien mehr als 4.100 Quadratkilometer Land zerstört – eine Fläche, die über eineinhalbmal so groß wie das Saarland ist. Allein seit Anfang August verbrannten rund 3.500 Quadratkilometer.

Auch im Nachbarland Portugal brannte es im August lichterloh. Dort wurden laut EFFIS 2.700 Quadratkilometer Natur zerstört. Wie auch in Spanien waren vor allem dünn besiedelte Gebiete betroffen. In beiden Ländern gab es jeweils vier Todesopfer. Auch in Portugal brannte es am Dienstag noch vielerorts.


Bildnachweis: © Adrián Irago/EUROPA PRESS/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Herzlich willkommen, VR-Bank Bonn Rhein-Sieg eG
Neuer Partner

Deine Finanzen in guten Händen – beim Team der VR-Bank Bonn Rhein-Sieg eG - Geschäftsstelle Meckenheim

weiterlesen...
Verkehrsunfall auf der L261
Mitteilung der Polizei

65-jähriger Leichtkraftradfahrer lebensgefährlich verletzt

weiterlesen...

Neueste Artikel

Verletzte nach Hagel bei Bad Bunny-Konzert in Mailand
Aus aller Welt

Ein Konzert des puerto-ricanischen Sängers in Italien muss wegen eines schweren Hagelschauers abgebrochen werden. Nach Angaben der Feuerwehr werden mehrere Zuschauer von Hagelkörnern verletzt.

weiterlesen...
Zwei Deutsche stürzen beim Klettern in Österreich ab - tot
Aus aller Welt

In den österreichischen Alpen verunglücken an unterschiedlichen Orten zwei Deutsche bei Klettertouren. Beide verlieren das Gleichgewicht.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Verletzte nach Hagel bei Bad Bunny-Konzert in Mailand
Aus aller Welt

Ein Konzert des puerto-ricanischen Sängers in Italien muss wegen eines schweren Hagelschauers abgebrochen werden. Nach Angaben der Feuerwehr werden mehrere Zuschauer von Hagelkörnern verletzt.

weiterlesen...
Zwei Deutsche stürzen beim Klettern in Österreich ab - tot
Aus aller Welt

In den österreichischen Alpen verunglücken an unterschiedlichen Orten zwei Deutsche bei Klettertouren. Beide verlieren das Gleichgewicht.

weiterlesen...