Bei ihrem Kampf gegen den Ebola-Ausbruch müssen sich die Helfer in Zentralafrika auch mit Aberglauben und Unwissenheit auseinandersetzen. In der Provinz Ituri im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo, in der es die meisten der mehr als 900 Verdachtsfälle gibt, hält nach Angaben der Hilfsorganisation ActionAid etwa jeder Dritte die Krankheit für einen Mythos. «Wir kämpfen nicht nur gegen ein tödliches Virus, sondern auch gegen Mythen, Angst und tiefsitzendes Misstrauen», sagte Saani Yakubu, Landesdirektor von ActionAid in der Demokratischen Republik Kongo. «Wir arbeiten intensiv daran, in den Gemeinden Aufklärungskampagnen durchzuführen, um Mythen und falsche Informationen zu widerlegen», sagte er. Dies solle die Bevölkerung auch zu einem «schutzorientierten Verhalten» führen. Denn während manche die Existenz von Ebola komplett leugnen, glaubten andere, sich mit starken alkoholischen Getränken vor einer Ansteckung schützen zu können. Das mangelnde Wissen hat in den vergangenen Tagen wiederholt zu Konfrontationen geführt. Zuletzt waren am Sonntag Ebola-Patienten aus dem Krankenhaus in der Ortschaft Mungwalu geflohen, als Angehörige eines Toten Behandlungszelte in Brand setzten, weil ihnen die Herausgabe der Leiche eines Verstorbenen verweigert wurde. Auch verstorbene Ebola-Patienten sind hochansteckend und müssen unter Beachtung von Sicherheitsmaßnahmen beigesetzt werden. Die geflüchteten Ebola-Patienten wurden bisher nicht wieder gefunden.Wiederholt Angriffe auf Kliniken und Streit um Tote
Bildnachweis: © Moses Sawasawa/AP/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Hilfsorganisation: Viele halten Ebola für einen Mythos
Behörden und medizinisches Personal versuchen, den Ebola-Ausbruch im Kongo zu bekämpfen. Doch in der Bevölkerung glauben viele nicht an die Existenz der Krankheit.
Meistgelesene Artikel
Hinweise erbeten
Im gesamten Rhein-Sieg-Kreis kommt es im Mai und Juni 2026 aufgrund der Feiertage zu Verschiebungen bei der Müllabfuhr
- 10. Mai 2026
Benefizkonzert in Meckenheim
MAM live rockt BAP für „Wir für Inklusion“
Neueste Artikel
Immer mehr Menschen entdecken die Freikörperkultur (FKK) in Deutschland neu. Auf Campingplätzen, Sportplätzen oder Wanderwegen wächst das Interesse, auch bei Jüngeren.
Durch ihren Einsatz können nun mehr Starts des MSV ermöglicht werden
Weitere Artikel derselben Kategorie
Immer mehr Menschen entdecken die Freikörperkultur (FKK) in Deutschland neu. Auf Campingplätzen, Sportplätzen oder Wanderwegen wächst das Interesse, auch bei Jüngeren.
Zum Christopher Street Day gibt es vom Deutschen Wetterdienst spezielle Vorhersagen für viele Städte. Was steckt hinter der Aktion?

