Im buddhistisch geprägten Myanmar sind bei dem schweren Erdbeben von Freitag Tausende religiöse Gebäude zerstört worden. Laut dem International Buddhist Education Centre (IBEC) sollen allein in der Region Sagaing mehr als 2.000 Klöster und Pagoden ganz oder teilweise eingestürzt sein. Die Region ist von dem Beben der Stärke 7,7 mit mindestens 2.000 Toten besonders betroffen. IBEC sprach von einem «großen Verlust für den Buddhismus» und betonte, es habe sich um eines der schwersten Erdbeben aller Zeiten in Sagaing gehandelt. Auch in der zweitgrößten Stadt Mandalay sowie in der berühmten Welterbestätte Bagan haben Berichten zufolge viele buddhistische Bauwerke sowie Buddha-Statuen Schaden genommen. Das genaue Ausmaß ist aber noch unklar, speziell in Bagan. Der World Monuments Fund teilte mit, es würden derzeit Informationen gesammelt. Die Informationslage in dem Bürgerkriegsland ist schwierig. Zusammen mit den Tempeln von Angkor in Kambodscha und dem Weltwunder Borobodur auf Java zählt Bagan zu den wichtigsten archäologischen Stätten in ganz Südostasien. Bereits 2016 waren bei einem Beben der Stärke 6,8 viele Dutzend der mehr als 3.000 Bauten aus dem 9. bis 13. Jahrhundert beschädigt worden. Die Tempelstadt gehört seit 2019 zum Weltkulturerbe der Unesco. Fast 90 Prozent der Bevölkerung sind Buddhisten.
Bildnachweis: © Aung Shine Oo/AP/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Erdbeben zerstört in Myanmar zahlreiche Pagoden
Die rötlichen Pagoden von Bagan, die märchenhaft aus der Ebene ragen, sind weltbekannt. Überhaupt gibt es in Myanmar viele wichtige buddhistische Bauten. Tausende wurden beim Erdbeben beschädigt.
Meistgelesene Artikel
Vor rund vier Jahren war erstmals eine ungeplante Kollision eines Raketenteils mit dem Mond bekanntgeworden. Im August soll es Wissenschaftlern zufolge einen ähnlichen Vorfall geben.
- 19. Juli 2026
Großer Waldbrand bei Madrid außer Kontrolle
Nordöstlich von Madrid hat ein Waldbrand bei Guadalajara bereits Tausende Hektar verbrannt. Allein in einer Nacht fraßen sich die Flammen 14 Kilometer voran. Woanders gab es hingegen gute Nachrichten.
- 20. Juli 2026
Tschechien bringt Handyverbot an Schulen auf den Weg
Ab September 2027 sollen in Tschechien Smartphones und Smartwatches aus den Klassenzimmern verschwinden. Kritiker halten das für Populismus - und warnen vor Frust bei den Schülern.
Neueste Artikel
- 15. August 2026
Bewohner kehren nach Waldbrand in Hürtgenwald zurück
Die Flammen rückten bis auf 250 Meter an die Häuser heran – jetzt dürfen die Menschen zurück. Der Landrat des Kreises Düren gab am Abend seine Zustimmung.
- 15. August 2026
Brand im Hohen Venn: Monschau bereitet Evakuierungen vor
Monschau bereitet sich auf die mögliche Evakuierung wegen eines Waldbrandes auf belgischer Seite vor. Die deutsche Stadt in Grenznähe plant Notunterkünfte. Im Hürtgenwald entspannt sich die Lage.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 15. August 2026
Bewohner kehren nach Waldbrand in Hürtgenwald zurück
Die Flammen rückten bis auf 250 Meter an die Häuser heran – jetzt dürfen die Menschen zurück. Der Landrat des Kreises Düren gab am Abend seine Zustimmung.
- 15. August 2026
Brand im Hohen Venn: Monschau bereitet Evakuierungen vor
Monschau bereitet sich auf die mögliche Evakuierung wegen eines Waldbrandes auf belgischer Seite vor. Die deutsche Stadt in Grenznähe plant Notunterkünfte. Im Hürtgenwald entspannt sich die Lage.

