Im Südosten Italiens hat die Finanzpolizei eine der größten illegalen Zigarettenfabriken Europas entdeckt. In einer Industrieanlage bei Stornara, etwa 100 Kilometer westlich der Adria-Stadt Bari, fanden Ermittler laut Angaben der Finanzpolizei eine voll ausgestattete Produktionsstätte, in der täglich etwa zwei Millionen Zigaretten hergestellt werden konnten. Der Wert der Anlage, die mit modernen Maschinen ausgestattet war, wurde auf rund 1,3 Millionen Euro geschätzt. In dem zweigeschossigen Gebäude sicherten die Beamten rund 13 Tonnen Zigaretten, 165 Säcke mit verarbeitetem Tabak und mehr als 130 Paletten Verpackungsmaterial. Wäre die Ware auf den Markt gelangt, hätten Staat und EU laut Behörden rund 3,2 Millionen Euro an Steuern und Abgaben verloren. Der illegale Gewinn, den die Anlage erzielte, belief sich auf 350.000 Euro pro Tag. Zudem wurde eine weitere Produktionsstätte des Netzwerks in der Stadt Andria entdeckt. Bei der Durchsuchung trafen die Ermittler zehn Männer aus der Ukraine und Bulgarien an. Sie lebten demnach in provisorisch eingerichteten Räumen. Die Verdächtigen wurden wegen Schmuggels und Markenfälschung der Justiz gemeldet.
Bildnachweis: © Sven Hoppe/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Italien: Große illegale Zigarettenfabrik entdeckt
Eine Industrieanlage im Südosten Italiens hat sich als geheime Fabrik für die Herstellung von Millionen Zigaretten pro Tag entpuppt. Sie gilt als eine der größten ihrer Art in Europa.
Meistgelesene Artikel
- 17. April 2026
Meckenheimer Blütenfest 2026
Ein vielfältiges Programm voller Aktionen und Attraktionen für die ganze Familie
- 22. April 2026
Hilfskonzept für Wal soll überarbeitet werden – vieles offen
Nach der erneuten Strandung des Buckelwals vor Poel ist das bisherige Rettungskonzept überholt. Wie es weitergeht, bleibt offen.
- 21. April 2026
Kriminalpolizei ermittelt nach Kellerbrand
Hinweise erbeten
Neueste Artikel
Arda Saatçi wurde vor wenigen Tagen mit seinem Ultralauf zum Internet-Hit. Bei seiner Ankunft in Berlin warteten hunderte Teenies. Für den Läufer ein «surrealer» Anblick.
Der Schuldspruch gegen Harvey Weinstein 2020 galt als Meilenstein, bis er 2024 überraschend kassiert wurde. Beim zweiten Urteil blieb ein Punkt offen – und jetzt ist eine Jury schon wieder uneins.
Weitere Artikel derselben Kategorie
Arda Saatçi wurde vor wenigen Tagen mit seinem Ultralauf zum Internet-Hit. Bei seiner Ankunft in Berlin warteten hunderte Teenies. Für den Läufer ein «surrealer» Anblick.
Der Schuldspruch gegen Harvey Weinstein 2020 galt als Meilenstein, bis er 2024 überraschend kassiert wurde. Beim zweiten Urteil blieb ein Punkt offen – und jetzt ist eine Jury schon wieder uneins.

