Wegen des Einsturzes eines Glockenturms mit vier Todesopfern ist ein italienischer Dorf-Bürgermeister zu acht Monaten Haft verurteilt worden. Der Ortsvorsteher der 500-Seelen-Gemeinde Accumoli wurde von einem Berufungsgericht in Rom für schuldig befunden, mitverantwortlich für den Tod einer Familie zu sein. Der Turm des Dorfes war bei einem Erdbeben 2016 auf deren Haus gekracht. Dabei kamen die 34 Jahre alten Eltern sowie die Kinder im Alter von neun Monaten und acht Jahren ums Leben. Bei den Ermittlungen stellte sich heraus, dass das Unglück wohl hätte vermieden werden können. Trotz eines früheren Erdbebens, durch das die Behörden gewarnt waren, seien an dem Campanile «strukturelle Arbeiten nicht durchgeführt worden», hieß es in einem Bericht. Die Hinterbliebenen äußerten sich zufrieden, dass sie nach fast zehn Jahren Streit Gerechtigkeit erfahren hätten. Der Anwalt des Bürgermeisters kündigte an, den Fall vor Italiens höchstes Gericht zu bringen. Das Dorf Accumoli liegt etwa 150 Kilometer östlich von Rom in den Bergen. Bei dem katastrophalen Beben im August 2016 kamen in der Gebirgsregion Apennin insgesamt mindestens 299 Menschen ums Leben. Italien gehört in Europa zu den Ländern, die häufiger von Erdbeben betroffen sind.
Bildnachweis: © picture alliance / dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Italienischer Bürgermeister wegen Turm-Einsturz verurteilt
Bei einem Erdbeben 2016 krachte der Glockenturm von Accumoli auf das Haus einer vierköpfigen Familie - alle starben. Jetzt soll der Ortsvorsteher deshalb ins Gefängnis.
Meistgelesene Artikel
- 19. November 2025
Zauberhafte Weihnachtsmomente im Fotostudio PICSAS: Aktion für Kinder
In Rheinbach duftet es nach Weihnachten – zumindest im Fotostudio PICSAS.
- 2. Dezember 2025
RSAG veröffentlicht Abfuhrkalender für 2026
Digitaler Kalender - Kein Print-Kalender mehr für 2026
- 14. November 2025
Herzlich willkommen, Sensus GmbH
Ambulante Alten- und Krankenpflege als neuer Partner der Meckenheim App!
Neueste Artikel
- 11. Dezember 2025
Leck bei Öl-Pipeline in Brandenburg geschlossen
Mindestens 200.000 Liter Rohöl sind nach einem Arbeitsunfall aus einer Pipeline in der Uckermark geschossen. Bis in die Nacht waren Einsatzkräfte der Feuerwehr vor Ort.
- 11. Dezember 2025
Schweizer Jodeln ist immaterielles Kulturerbe der Menschheit
Jodeln als Kulturerbe: Die Unesco würdigt die Schweizer Tradition. Was das für Ausbildung, Forschung und die nächste Generation bedeutet.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 11. Dezember 2025
Leck bei Öl-Pipeline in Brandenburg geschlossen
Mindestens 200.000 Liter Rohöl sind nach einem Arbeitsunfall aus einer Pipeline in der Uckermark geschossen. Bis in die Nacht waren Einsatzkräfte der Feuerwehr vor Ort.
- 11. Dezember 2025
Schweizer Jodeln ist immaterielles Kulturerbe der Menschheit
Jodeln als Kulturerbe: Die Unesco würdigt die Schweizer Tradition. Was das für Ausbildung, Forschung und die nächste Generation bedeutet.

