12. Juni 2025 / Aus aller Welt

Klimawandel verändert Verbreitung von Meeresfischen

Welche Fische kommen in Nord- und Ostsee vor? Das verändert sich gerade stark - durch den Klimawandel. Eine besondere Art gilt erstmals als ausgestorben.

Die Kabeljau-Bestände gehen aufgrund der Klimaerwärmung zurück (Archivbild).

Der Klimawandel verändert die Verbreitung von Meeresfischen in der Nord- und Ostsee. Wie das Bundesamt für Naturschutz (BfN) in Bonn mitteilte, hat in den letzten 20 Jahren etwa der Bestand des kälteliebenden Kabeljaus stark abgenommen, während der Wolfsbarsch, der wärmeres Wasser bevorzugt, deutlich häufiger vorkommt. Auch das einzige in deutschen Meeresgebieten vorkommende Seepferdchen, das sehr seltene Kurzschnäuzige Seepferdchen, werde in letzter Zeit an der deutschen Nordseeküste öfter beobachtet. 

Das Bundesamt veröffentlichte nun eine aktualisierte Rote Liste der Meeresfische. «Es ist erfreulich, dass die Anzahl bestandsgefährdeter Arten in der neuen Roten Liste der Meeresfische leicht zurückgegangen ist», sagte BfN-Präsidentin Sabine Riewenherm. Die starke Nutzung von Nord- und Ostsee wirke sich jedoch weiterhin kritisch auf die Fischpopulationen aus. 

Der Stechrochen gilt erstmals als ausgestorben

So sei etwa der Hundshai mittlerweile vom Aussterben bedroht und der Europäische Aal noch immer stark gefährdet. Der Stechrochen gelte in den Gewässern erstmals als ausgestorben. «Darum sind wirksame Schutzgebiete und die Wiederherstellung von Lebensräumen in der Nord- und Ostsee, aber auch in den Flusseinzugsgebieten von großer Bedeutung», sagte Riewenherm. Das BfN setze sich weiter dafür ein, bestehende Schutzgebiete zu stärken und streng geschützte Bereiche einzurichten. Wichtig sei außerdem ein nachhaltiges und ökosystemverträgliches Fischereimanagement.

Auf der Roten Liste werden alle 105 Arten, die in den deutschen Meeresgebieten von Nord- und Ostsee etabliert sind, bewertet. Insgesamt sind zehn Arten als bestandsgefährdet eingestuft, darunter sind zwei Arten vom Aussterben bedroht, nämlich Hundshai und Kleiner Scheibenbauch, und sechs Arten, darunter der Dornhai und der Seehecht, stark gefährdet. Insgesamt gelten derzeit 67 Arten - knapp 64 Prozent - als ungefährdet. Die bundesweiten Roten Listen werden vom BfN herausgegeben und in dessen Auftrag vom Rote-Liste-Zentrum (RLZ) koordiniert.


Bildnachweis: © Stefan Sauer/dpa-Zentralbild/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Zauberhafte Weihnachtsmomente im Fotostudio PICSAS: Aktion für Kinder
Veranstaltung

In Rheinbach duftet es nach Weihnachten – zumindest im Fotostudio PICSAS.

weiterlesen...
RSAG veröffentlicht Abfuhrkalender für 2026
Aktuell

Digitaler Kalender - Kein Print-Kalender mehr für 2026

weiterlesen...
Herzlich willkommen, Sensus GmbH
Neuer Partner

Ambulante Alten- und Krankenpflege als neuer Partner der Meckenheim App!

weiterlesen...

Neueste Artikel

Carreras sammelt 3,4 Millionen Euro für Leukämie-Stiftung
Aus aller Welt

Zum 31. Mal sammelt der Opernsänger José Carreras Spenden für seine Leukämie-Stiftung. Internationale und nationale Stars unterstützen den Spanier bei seiner Galaveranstaltung.

weiterlesen...
Rohöl schießt meterhoch aus Pipeline in Brandenburg
Aus aller Welt

Ein kleines Leck mit großen Folgen: Nach Schätzungen der Feuerwehr sind in der Uckermark mehr als 200.000 Liter Öl aus einer Pipeline ausgetreten. Die Bergung dauert.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Carreras sammelt 3,4 Millionen Euro für Leukämie-Stiftung
Aus aller Welt

Zum 31. Mal sammelt der Opernsänger José Carreras Spenden für seine Leukämie-Stiftung. Internationale und nationale Stars unterstützen den Spanier bei seiner Galaveranstaltung.

weiterlesen...
Rohöl schießt meterhoch aus Pipeline in Brandenburg
Aus aller Welt

Ein kleines Leck mit großen Folgen: Nach Schätzungen der Feuerwehr sind in der Uckermark mehr als 200.000 Liter Öl aus einer Pipeline ausgetreten. Die Bergung dauert.

weiterlesen...