15. Oktober 2025 / Aus aller Welt

Knochenfund in den Alpen: Jahrelang vermisster Deutscher tot

Ein Wanderer entdeckt einen alten Bergschuh. Wenig später werden auch menschliche Überreste gefunden. Sie führen zu einem Hirten aus Baden-Württemberg.

Der Hirte wurde seit Herbst 2021 vermisst. (Archivbild)
Veröffentlicht am 15. Oktober 2025 um 14:43 Uhr

Vier Jahre nach dem Verschwinden eines deutschen Berghirten an der Grenze zwischen der Schweiz und Österreich sind Überreste des Toten entdeckt worden. Ein DNA-Abgleich des Knochenfundes habe Gewissheit gebracht, teilte die österreichische Polizei mit.

Der Hirte stammte nach Polizei-Angaben aus Stuttgart und hatte auf einer Schweizer Alm gearbeitet.

Im September 2021 war der damals 58-Jährige im Rätikon als vermisst gemeldet worden. Diese Gebirgsgruppe erstreckt sich vom Schweizer Kanton Graubünden bis ins österreichische Bundesland Vorarlberg. 

Fund auf 2.300 Meter Höhe

Im vergangenen Juli fand ein Wanderer im Rätikon einen alten Bergschuh auf dem etwa 2.300 Meter hohen Verajoch in der Nähe der österreichischen Gemeinde Vandans. In der Nähe dieses Bergsattels wurden auf einem felsigen Abhang danach weitere Überreste und persönliche Gegenstände sichergestellt. Mittels der DNA-Analyse wurde festgestellt, dass es sich um den Vermissten handelt. Die Polizei gehe davon aus, dass der Mann abgestürzt sei, sagte ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur.

In dem Gebiet, in dem nun die Überreste gefunden wurden, hatten Bergrettung und Alpinpolizei bereits vor vier Jahren erfolglos gesucht. Der Einsatz war nach einigen Wochen abgebrochen worden. Es handle sich um unübersichtliches Gelände mit schroffen Felsen und vielen Spalten, erklärte ein Vertreter der Bergrettung von Vandans der dpa.

Nach Angaben der Bergrettung war der Mann im September 2021 zu einer Wanderung in dem Grenzgebiet aufgebrochen, nachdem das Vieh zu Ende der Almsaison ins Tal getrieben worden war.


Bildnachweis: © Matthias Röder/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Rund 16.000 Hitzetote in diesem Jahr – und nun?
Aus aller Welt

Mindestens 16.000 Menschen sind hitzebedingt in diesem Jahr in Deutschland gestorben. Experten erklären, warum viele Todesfälle unentdeckt bleiben – und wie sie verhindert werden könnten.

weiterlesen...
Verdacht des versuchten Tötungsdeliktes - Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln
Mitteilung der Polizei

36-jähriger Mann soll einen 66-jährigen Bekannten mit einer Stichwaffe angegriffen und lebensgefährlich verletzt haben

weiterlesen...
Kostenlose Einträge in „Hilfen in Meckenheim“ 2026
Aktuell

Für den Spätherbst ist ein neuer Informationsflyer des FSM geplant

weiterlesen...

Neueste Artikel

Geisterteilchenfang mit Eisklotz: Nobelpreis für US-Physiker
Aus aller Welt

Pro Sekunde durchströmen mehrere Milliarden Neutrinos die Fläche eines Daumennagels. In der Kälte der Antarktis fängt ein riesiger Eiswürfel die Geisterteilchen ein. Ihn würdigt der Physik-Nobelpreis.

weiterlesen...
Angeblich kein Pestfall in Sibirien - doch neue Infos fehlen
Aus aller Welt

Der Corona-Schock sitzt Menschen weltweit noch in den Knochen, deshalb schrecken Nachrichten aus dem fernen Sibirien auf. Die Pest? Experten sagen, warum Forschung zu der Krankheit notwendig ist.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Geisterteilchenfang mit Eisklotz: Nobelpreis für US-Physiker
Aus aller Welt

Pro Sekunde durchströmen mehrere Milliarden Neutrinos die Fläche eines Daumennagels. In der Kälte der Antarktis fängt ein riesiger Eiswürfel die Geisterteilchen ein. Ihn würdigt der Physik-Nobelpreis.

weiterlesen...
Angeblich kein Pestfall in Sibirien - doch neue Infos fehlen
Aus aller Welt

Der Corona-Schock sitzt Menschen weltweit noch in den Knochen, deshalb schrecken Nachrichten aus dem fernen Sibirien auf. Die Pest? Experten sagen, warum Forschung zu der Krankheit notwendig ist.

weiterlesen...