11. Februar 2026 / Aus aller Welt

Kokain-Sahne-Torten aus Berlin - Polizei hebt Bande aus

Junge Kuriere sollen mehr als 30 Kilogramm Kokain mit Reisebussen nach Prag gebracht haben. Warum Schlagsahne dabei eine entscheidende Rolle spielte.

Sichergestelltes Kokain (Symbolbild)
Veröffentlicht am 11. Februar 2026 um 12:25 Uhr

Eine mutmaßliche Drogenbande soll Kokain auf besonders raffinierte Weise in Torten versteckt und dann geschmuggelt haben. Auf diese Art seien mehr als 30 Kilogramm des Rauschgifts von Berlin nach Prag gekommen, teilte eine Sprecherin der Anti-Drogen-Zentrale der tschechischen Polizei mit. «Sie dekorierten die Torten mit Schlagsahne, damit weder der Inhalt noch der Schnitt, mit dessen Hilfe sie die Füllung verändert hatten, zu sehen waren», führte sie aus.

Schmuggel mit dem Reisebus

Die mit Drogen befüllten Torten seien in Kuchenkartons verpackt und jeweils einzeln von einem Kurier mit dem Reisebus von der deutschen in die tschechische Hauptstadt gebracht worden, hieß es. In jeder Torte sei ein Ziegel mit rund einem Kilogramm Kokain versteckt gewesen. Die Bande habe sich zunutze gemacht, dass der erzielbare Schwarzmarktpreis in Tschechien deutlich höher als in Deutschland liege. 

Unter den Verdächtigen seien sieben Ausländer und ein Tscheche. Fünf Personen befänden sich in Untersuchungshaft. Bei einer Verurteilung drohten ihnen Haftstrafen von bis zu 18 Jahren, sagte die Sprecherin. Zur Staatsangehörigkeit der ausländischen Verdächtigen machte die tschechische Polizei aus rechtlichen Gründen keine Angaben. 

Drogen im Internet angeboten

Die Polizei wirft der Bande vor, Kokain sowie weitere Drogen wie Crystal Meth, Ecstasy und LSD über einen Chatdienst im Internet angeboten zu haben. Als Kuriere soll sie junge Menschen in finanzieller Not angeworben haben. Bei Razzien seien größere Mengen Drogen, umgerechnet rund 20.000 Euro Bargeld, ein Auto und mehrere Luxusuhren sichergestellt worden.


Bildnachweis: © Marcus Brandt/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Hilfskonzept für Wal soll überarbeitet werden – vieles offen
Aus aller Welt

Nach der erneuten Strandung des Buckelwals vor Poel ist das bisherige Rettungskonzept überholt. Wie es weitergeht, bleibt offen.

weiterlesen...
Herzlich willkommen, Heinz Samulewitz & Söhne GmbH
Neuer Partner

Grabmale Samulewitz aus Rheinbach steht für meisterhaftes Steinmetzhandwerk und individuelle Gestaltung mit Herz und Verstand

weiterlesen...
Warnmeldung der Bonner Polizei vor Telefonbetrügern
Mitteilung der Polizei

Maschen "Falsche Bankmitarbeiter" und "Schockanruf" führten zu Vermögensschäden

weiterlesen...

Neueste Artikel

«Katastrophe mit Ansage» – Urteil nach Todesflug Rio-Paris
Aus aller Welt

228 Menschen starben 2009 beim Absturz von Flug AF 447. Nun urteilt ein Gericht: Air France und Airbus sind für Unglück und Schadenersatz verantwortlich. Auch deutsche Angehörige sind erleichtert.

weiterlesen...
Bergung gescheitert: Toter Buckelwal bleibt vorerst liegen
Aus aller Welt

Dänische Behörden wollten den Kadaver des als «Timmy» bekannten Buckelwals von der Insel Anholt aufs Festland bugsieren. Doch ein erster Versuch ging schief. Wie es mit dem Tier nun weitergehen soll.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

«Katastrophe mit Ansage» – Urteil nach Todesflug Rio-Paris
Aus aller Welt

228 Menschen starben 2009 beim Absturz von Flug AF 447. Nun urteilt ein Gericht: Air France und Airbus sind für Unglück und Schadenersatz verantwortlich. Auch deutsche Angehörige sind erleichtert.

weiterlesen...
Bergung gescheitert: Toter Buckelwal bleibt vorerst liegen
Aus aller Welt

Dänische Behörden wollten den Kadaver des als «Timmy» bekannten Buckelwals von der Insel Anholt aufs Festland bugsieren. Doch ein erster Versuch ging schief. Wie es mit dem Tier nun weitergehen soll.

weiterlesen...