13. März 2026 / Aus aller Welt

Kostenloser Lungenkrebs-Check für starke Raucher ab April

Je früher Krebs entdeckt wird, desto höher sind die Chancen auf Heilung und desto niedriger die Zahl der Todesfälle. Mit einem neuen Angebot soll Lungenkrebs erkannt werden, bevor Symptome auftreten.

Experten zufolge gibt es schätzungsweise 2 Millionen Menschen in Deutschland, auf die die Kriterien zutreffen. (Symbolbild).
Veröffentlicht am 13. März 2026 um 10:38 Uhr

Ab April haben starke Raucherinnen und Raucher Anspruch auf eine jährliche kostenlose Untersuchung zur Früherkennung von Lungenkrebs. Bis man einen Termin bekommt, könnte es allerdings noch etwas länger dauern.

Das Angebot richtet sich an aktive und ehemalige Raucher im Alter zwischen 50 und 75 Jahren, wie der Gemeinsamen Bundesausschuss (GBA) mitteilte. «Ziel ist es, bei diesem besonders gefährdeten Personenkreis Lungenkrebs möglichst früh zu erkennen», erklärt der GBA. Alle 12 Monate sei eine Untersuchung mittels Niedrigdosis-Computertomographie (NDCT) möglich. 

Die neue Leistung der gesetzlichen Krankenkassen beruht auf einem Beschluss des GBA sowie der vorausgegangenen Lungenkrebs-Früherkennungs-Verordnung des Bundesumweltministeriums. 

Flächendeckendes Angebot kommt nicht sofort

Bis das neue Screening überall genutzt werden könne, sei noch etwas Geduld erforderlich, teilte Bernhard van Treeck, unparteiisches GBA-Mitglied und Vorsitzender des Unterausschusses Methodenbewertung mit. «Ärztinnen und Ärzte, die bei den Versicherten die Voraussetzungen für eine Screening-Teilnahme prüfen und anschließend an eine radiologische Praxis überweisen dürfen, benötigen eine besondere Fortbildung.»

Radiologinnen und Radiologen bräuchten neben einer speziellen Fortbildung die Genehmigung einer Kassenärztlichen Vereinigung, eine NDCT-Aufnahme anfertigen und begutachten zu können.

Wie können Betroffene am Screening teilnehmen?

Versicherte können sich an eine allgemeinmedizinische oder internistische Praxis wenden, die sich an der Lungenkrebs-Früherkennung beteiligt, wie es in der Mitteilung heißt. Die Ärztin oder der Arzt klärt, ob die Kriterien auf die Person zutreffen. Die Personen müssen mindestens 25 Jahre ohne lange Unterbrechung geraucht haben und mindestens 15 Packungsjahre haben. Das Rauchen von 20 Zigaretten pro Tag über ein Jahr lang entspreche einem Packungsjahr. Experten zufolge gibt es schätzungsweise 2 Millionen Menschen in Deutschland, auf die diese Kriterien zutreffen.


Bildnachweis: © Julian Stratenschulte/dpa
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