15. März 2025 / Aus aller Welt

Kuba nach inselweitem Stromausfall im Dunkeln

Zur Spitzenlastzeit kommt es auf der Karibikinsel zum Blackout. Es ist längst nicht die erste Panne dieser Art. Nur einige Krankenhäuser und Hotels sind beleuchtet.

Im Karibikstaat Kuba kommt es immer wieder zu Stromausfällen.

Auf der Karibikinsel Kuba ist das marode Stromnetz erneut komplett zusammengebrochen. Stunden nach dem Ausfall hatten am Samstagmorgen (Ortszeit) nur wenige lebenswichtige Einrichtungen wie Krankenhäuser sowie Hotels, die eigene Generatoren einsetzen, wieder Elektrizität. 

In verschiedenen Provinzen der Karibikinsel seien Notfallsysteme in Betrieb, schrieb Präsident Miguel Díaz-Canel auf der Plattform X. Die rund zehn Millionen Einwohner der Insel haben aber weiterhin keinen Strom. Derzeit werden nach Regierungsangaben rund 200 Megawatt Strom erzeugt. Zu Spitzenzeiten liegt der normale Strombedarf auf Kuba bei mindestens 3.000 Megawatt. 

Ministerium nennt Grund

Der landesweite Stromausfall sei am Freitagabend durch eine Störung an einem Umspannwerk ausgelöst worden, teilte das Energieministerium auf der Plattform X mit. Man arbeite ohne Pause an der Wiederherstellung der Elektrizität, sagte Ministerpräsident Manuel Marrero Cruz.

Schon Ende vergangenen Jahres war es auf der Insel zu drei inselweiten Blackouts binnen weniger als zwei Monaten gekommen. Große Teile der veralteten Infrastruktur in dem sozialistischen Inselstaat sind in schlechtem Zustand. Immer wieder gehen deshalb Kraftwerke vom Netz und müssen notdürftig repariert werden. Stromausfälle gehören zum Alltag. Die Regierung führt die Krise auf das seit mehr als 60 Jahren bestehende Handelsembargo der USA zurück. 

Immer wieder stundenlang kein Strom

Der jüngste Ausfall ereignete sich am Abend um 20.15 Uhr Ortszeit, wenn die Stromnachfrage besonders hoch ist. Der staatliche Versorger UNE kann nur etwa die Hälfte des landesweit benötigten Stroms erzeugen. Deshalb sind Teile der Bevölkerung auch in Normalzeiten immer wieder stundenlang ohne Strom.


Bildnachweis: © Ramon Espinosa/AP/dpa
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