Mehrere Stunden nach dem tödlichen Angriff nahe einem Markt in Mulhouse (Mülhausen) hat Frankreichs Innenminister Bruno Retailleau einige Details der Tat anders dargestellt. Der Täter soll demnach mehrere Angestellte des Rathauses, die für die Parkplatzüberwachung zuständig sind, angegriffen haben. Die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft hatte von Polizisten gesprochen. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sprach von einem islamistisch motivierten Terrorakt. Ob der getötete Passant wie von den Ermittlern dargestellt eingeschritten sei oder sich zufällig in der Bahn des Angreifers befunden habe, sei noch unklar, sagte Retailleau in der ostfranzösischen Stadt unweit der Grenze zu Baden-Württemberg. Bei dem Opfer handle sich um einen 69-jährigen Portugiesen. Am späten Abend sagte Retailleau zudem, dass sich keiner der Verletzten in Lebensgefahr befinde. Er selbst hatte zuvor noch davon gesprochen, dass ein Verletzter um sein Leben kämpfe. Retailleau zufolge war der Täter mit einem Messer und einem Schraubenzieher bewaffnet gewesen. Festgenommen wurde ein ausreisepflichtiger Algerier, der sich laut dem Minister täglich bei der Polizei hätte melden müssen, dies am Samstag aber nicht getan hatte. Nach dem Angriff überwältigte die Polizei den mutmaßlichen Täter und nahm ihn in Gewahrsam. Laut Anti-Terror-Staatsanwaltschaft hatte der Angreifer bei seiner Tat «Allahu akbar» (etwa «Gott ist am größten» auf Arabisch) gerufen.
Bildnachweis: © Sebastien Bozon/AFP/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Elsass-Angriff: Innenminister präzisiert Aussagen zu Tat
Im Elsass attackiert ein mutmaßlicher Islamist mehrere Menschen und tötet einen von ihnen. Ermittelt wird wegen Terrorverdachts. Einige Details stellt der Innenminister nun anders dar als zuvor.
Meistgelesene Artikel
Erfahrungsgemäß nutzen viele Menschen den Feiertag, den Brückentag und das anschließende Wochenende für Kurzreisen und Ausflüge
- 3. Juni 2026
Pflegekind dauerhaft aufnehmen
Informationen und Seminare für Interessierte
- 25. Mai 2026
A565: Nächtlicher Engpass
Rheinbrücke Bonn-Nord in Richtung Siegburg nur einspurig befahrbar
Neueste Artikel
Nach dem spektakulären Einbruch in eine Gelsenkirchener Sparkasse Ende 2025 beginnen die ersten Zivilprozesse. Kunden fordern Schadenersatz, es geht um viel Geld. Die Lage vor Gericht ist komplex.
Ein Kinderpsychologe hat Christina Block, die keinen Kontakt zu ihren Kindern in Dänemark hatte, oft beraten. Er berichtet im Prozess, wie er die verfeindeten Eltern an einen Tisch bringen wollte.
Weitere Artikel derselben Kategorie
Nach dem spektakulären Einbruch in eine Gelsenkirchener Sparkasse Ende 2025 beginnen die ersten Zivilprozesse. Kunden fordern Schadenersatz, es geht um viel Geld. Die Lage vor Gericht ist komplex.
Ein Kinderpsychologe hat Christina Block, die keinen Kontakt zu ihren Kindern in Dänemark hatte, oft beraten. Er berichtet im Prozess, wie er die verfeindeten Eltern an einen Tisch bringen wollte.

