10. Juni 2026 / Aus aller Welt

Mann in China überlebt tagelang auf offenem Meer

Ein Mann spaziert auf der südchinesischen Insel Hainan am Meer entlang. Plötzlich stürzt er ins Wasser und wird davongezogen. Für ihn beginnt ein tagelanger Kampf um Leben und Tod.

Ein Fischer hatten Qin nach sieben Tagen aus dem Wasser gezogen. (Archivbild)
Veröffentlicht am 10. Juni 2026 um 11:18 Uhr

Ein Mann in Südchina hat nach einem Sturz ins Meer tagelang auf hoher See überlebt, bis Fischer ihn lebend aus dem Wasser zogen. Qin Jianping sei am 27. Mai bei stürmischem Wetter während eines nächtlichen Spaziergangs an der Promenade in Haikou auf Chinas beliebter Urlaubsinsel Hainan ausgerutscht und ins Meer gefallen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua. Aufnahmen von Überwachungskameras der Polizei bestätigten demnach den Vorfall. 

Die Strömung zog den Mann auf das Meer hinaus, wo er nach eigenen Angaben vergeblich versuchte, dagegen anzuschwimmen. «Ich bin zuvor noch nie im Meer geschwommen», sagte der 39-Jährige einem Reporter im Krankenhaus. 

Wie Qin im Wasser überlebte?

Sein Mobiltelefon ging verloren, so dass er keine Hilfe rufen konnte. Um Energie zu sparen, ließ er sich treiben und entledigte sich seiner Kleidung und seines Schmucks. Nach mehr als 40 Stunden erreichte er eine Boje, auf der er sich erholte, bis ihn eine Welle wieder ins Meer zurückstieß, wie Xinhua am vergangenen Wochenende berichtete. 

Am 31. Mai, dem fünften Tag seiner Odyssee, erreichte er eine weitere Boje, an der er sich vor lauter Erschöpfung nur noch festklammern statt hinaufziehen konnte. Um seinen Hunger zu stillen, aß er nach eigenen Worten Dutzende kleine Krebse roh, die er an der Boje fand. Seinen Durst bekämpfte er laut Xinhua mit salzigem Meerwasser und eigenem Urin.

Fischer entdecken Qin 

Nach sieben Tagen entdeckten zwei Fischer den völlig erschöpften und halluzinierenden Qin. Er habe nichts mehr sehen können, sagte Fischer Zheng Shizhong im Lokalfernsehsender Hainans. Sie hätten ihm einen langen Stock gereicht und ihn ins Boot gezogen. «Er wusste gewiss, dass ihn jemand rettet», sagte Zheng. Qin erzählte im Krankenhaus, er habe gedacht, dass er den Griff einer Restaurant-Tür in den Händen gehalten habe. 

An Land wurde Qin Berichten zufolge zunächst auf der Intensivstation des Krankenhauses im Kreis Chengmai versorgt. Im Fernsehen sprach Arzt Chen Boyi von infizierten Wunden und starker Dehydration bei Qin. Drei Tage später wurde er laut Medienberichten am 5. Juni auf eine gewöhnliche Station verlegt, nachdem sich sein Zustand gebessert hatte.


Bildnachweis: © Guo Cheng/XinHua/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Herzlich willkommen, VR-Bank Bonn Rhein-Sieg eG
Neuer Partner

Deine Finanzen in guten Händen – beim Team der VR-Bank Bonn Rhein-Sieg eG - Geschäftsstelle Meckenheim

weiterlesen...
Verkehrsunfall auf der L261
Mitteilung der Polizei

65-jähriger Leichtkraftradfahrer lebensgefährlich verletzt

weiterlesen...

Neueste Artikel

Behindertenbeauftragter: Vielerorts gehen Aufzüge oft nicht
Aus aller Welt

Der ADAC hat stichprobenartig Haltestellen untersucht, ob sie für Menschen mit Behinderung gut zu erreichen sind. Wie das Ergebnis ausfällt und welche Reaktionen es gibt.

weiterlesen...
Anwalt: Tate-Brüder wollen sich Auslieferung widersetzen
Aus aller Welt

Nach ihrer Festnahme in den USA sitzen die Influencer Andrew und Tristan Tate laut ihres Anwaltes in Einzelzellen. Die britische Anklagebehörde will sie vor Gericht stellen.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Behindertenbeauftragter: Vielerorts gehen Aufzüge oft nicht
Aus aller Welt

Der ADAC hat stichprobenartig Haltestellen untersucht, ob sie für Menschen mit Behinderung gut zu erreichen sind. Wie das Ergebnis ausfällt und welche Reaktionen es gibt.

weiterlesen...
Anwalt: Tate-Brüder wollen sich Auslieferung widersetzen
Aus aller Welt

Nach ihrer Festnahme in den USA sitzen die Influencer Andrew und Tristan Tate laut ihres Anwaltes in Einzelzellen. Die britische Anklagebehörde will sie vor Gericht stellen.

weiterlesen...