Ein 43 Jahre alter Mann ist für einen Freund zu dessen Vaterschaftstest gegangen, weil dieser für sein außereheliches Kind keinen Unterhalt bezahlen wollte. Doch der Schwindel flog auf. Beide Männer wurden vor dem Amtsgericht im bayerischen Dillingen an der Donau angeklagt. Der Rollentausch war zwar zunächst gelungen: Der DNA-Test fiel negativ aus. Die Sache kam aber doch ans Licht. Der 43-Jährige habe von vorneherein bezweifelt, dass der Rollentausch funktionieren würde, sagte der Verteidiger des Mannes einem Bericht der «Donau-Zeitung» zufolge. Der 37-Jährige habe einen gefälschten Pass mit einem Foto des 43-Jährigen organisiert. Mit diesem habe der Freund den Test absolviert. Das Familiengericht schickte das Gutachten dann aber der Mutter des Kindes zu, samt dem Foto des - vermeintlichen - Vaters. Die Staatsanwaltschaft warf den Männern Urkundenfälschung und versuchten Betrug vor. Der 43-Jährige wurde zu einer Geldstrafe verurteilt. Der 37-Jährige erschien am Mittwoch nicht zu dem Prozess, weswegen die Richterin Haftbefehl gegen ihn erließ. Er stand mit Unterhaltszahlungen in Höhe von 8.655 Euro im Rückstand.
Bildnachweis: © Stefan Sauer/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Mann schickt Freund zum Vaterschaftstest und fliegt auf
Weil er keinen Unterhalt für ein außereheliches Kind bezahlen wollte, schickte ein Mann laut Anklage einen Freund zum Vaterschaftstest. Der Schwindel flog auf - mit Folgen für beide Männer.
Meistgelesene Artikel
- 17. April 2026
Meckenheimer Blütenfest 2026
Ein vielfältiges Programm voller Aktionen und Attraktionen für die ganze Familie
- 22. April 2026
Hilfskonzept für Wal soll überarbeitet werden – vieles offen
Nach der erneuten Strandung des Buckelwals vor Poel ist das bisherige Rettungskonzept überholt. Wie es weitergeht, bleibt offen.
- 21. April 2026
Kriminalpolizei ermittelt nach Kellerbrand
Hinweise erbeten
Neueste Artikel
Im gesamten Rhein-Sieg-Kreis kommt es im Mai und Juni 2026 aufgrund der Feiertage zu Verschiebungen bei der Müllabfuhr
600 Kilometer in 96 Stunden - das hat Läufer Arda Saatçi zwar nicht geschafft. Im Ziel in Los Angeles ist er nun aber trotzdem angekommen und löste damit auch ein Muttertagsversprechen ein.
Weitere Artikel derselben Kategorie
600 Kilometer in 96 Stunden - das hat Läufer Arda Saatçi zwar nicht geschafft. Im Ziel in Los Angeles ist er nun aber trotzdem angekommen und löste damit auch ein Muttertagsversprechen ein.
Vier deutsche Passagiere der «Hondius» werden nach dem Hantavirus-Ausbruch per Sondertransport nach Frankfurt gebracht. Dort folgt die Weiterreise in die Quarantäne.

