Mehr als ein Dutzend Menschen sind auf dem teils noch zugefrorenen Eibsee am Fuß der Zugspitze ins Wasser eingebrochen. Nach Polizeiangaben konnten Zeugen drei Menschen aus dem See retten. Ein 25 Jahre alter Mann wurde schwer verletzt und musste reanimiert werden, wie die Polizei und auch das Bayerische Rote Kreuz (BRK) berichteten. Nach Angaben der Einsatzkräfte war eine 16-köpfige Touristen-Gruppe aus Indien auf die Eisfläche des Sees bei Grainau gegangen und dadurch in Not geraten. Ein großer Teil der Personen im Alter von 22 bis 29 Jahren brach teilweise ein, die meisten konnten sich aber danach selbst ans Ufer retten. Den drei vollständig eingebrochenen Urlaubern, zwei Männer und eine Frau, kamen zwei Zeugen zu Hilfe, die die Situation vom Ufer aus betrachtet hatten. Die beiden Männer, ein 37-Jähriger aus Thüringen und ein 43-Jähriger aus dem Landkreis Garmisch-Partenkirchen, nahmen ein Boot und holten alle drei Verunglückten aus dem Wasser, wie die Polizei berichtete. Danach kümmerten sich die alarmierten Rettungskräfte um die Verunglückten. Das BRK meldete insgesamt 14 Verletzte. Elf von ihnen galten demnach als leicht verletzt, beispielsweise durch Unterkühlungen. Zwei Personen hätten mittelschwere Verletzungen erlitten. Insgesamt vier Menschen seien in Krankenhäuser gebracht worden. Die übrigen Geretteten seien im Hotel am Seeufer betreut worden. Laut BRK und Polizei waren mehrere Hubschrauber, etliche Rettungswagen und auch die Feuerwehr im Einsatz. Zur Betreuung der Retter, Zeugen und Betroffenen waren auch Experten für psychosoziale Notfallversorgung vor Ort. Aufnahmen einer Wetter-Webcam an einem nahegelegenen Hotel zeigten am frühen Nachmittag, dass mehrere Menschen trotz Temperaturen deutlich über dem Gefrierpunkt und bei strahlendem Sonnenschein auf der zugefrorenen Fläche unterwegs waren. Später waren dort auch Rettungskräfte zu sehen. Der malerische Eibsee am Fuß der Zugspitze im oberbayerischen Grainau ist bei Ausflüglern und Touristen sehr beliebt. In Bayern sind derzeit Faschingsferien. Medienberichten zufolge hatte es in den vergangenen Jahren immer wieder Diskussionen um Menschen gegeben, die trotz entsprechender Warnungen das Eis des zugefrorenen Sees betreten hatten. Der See selbst ist in Privatbesitz. Auch die Wasserwacht Bayern hatte in der laufenden Wintersaison davor gewarnt, zugefrorene Seen zu betreten, wenn diese nicht von offizieller Stelle freigegeben sind. «Es besteht Lebensgefahr, wenn man sich auf diese Eisflächen begibt», warnte der Landesvorsitzende Thomas Huber. «Bricht man ein, so erleidet man innerhalb weniger Minuten einen Kälteschock, der zum Ertrinken führen kann.»BRK meldet insgesamt 14 Verletzte
Webcam zeigt Menschen bei milden Temperaturen auf Eisfläche
Wasserwacht warnt: «Es besteht Lebensgefahr»
Bildnachweis: © Karl-Josef Hildenbrand/dpa
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Mehr als ein Dutzend Menschen brechen in vereisten See ein
Bei frühlingshaftem Wetter wagen sich Touristen auf den zugefrorenen Eibsee am Fuß der Zugspitze. Kurz darauf läuft ein dramatischer Rettungseinsatz.
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