29. März 2026 / Aus aller Welt

Messerangriff in Witten - 40-Jähriger soll vor Haftrichter

Ein 13-jähriger Junge ist tot, Schwester und Mutter sind schwer verletzt - das ist das Ergebnis eines gewalttätigen Familienstreits in Witten. Verdächtigt wird der Vater. Was bislang bekannt ist.

Der Verdächtige hat nach Polizeiangaben mit einem Messer eine Frau und zwei Kinder verletzt, eines davon ist daraufhin verstorben.
Veröffentlicht am 29. März 2026 um 05:33 Uhr

Nach dem tödlichen Messerangriff in der Ruhrgebietsstadt Witten soll der 40 Jahre alte tatverdächtige Vater heute einem Haftrichter vorgeführt werden. Eine 38-jährige Frau und ihre Kinder - ein 9-jähriges Mädchen und ein 13-jähriger Junge - waren am Samstag mit einem Messer schwer verletzt worden. Der Junge starb kurz danach. 

Der Vater wurde nach der Tat festgenommen. Die mutmaßliche Tatwaffe stellten die Ermittler ebenfalls sicher. Mutter und Tochter wurden ins Krankenhaus gebracht und werden dort laut Polizei intensivmedizinisch versorgt. Beide schweben demnach in Lebensgefahr.

Der Bereich um das Mehrfamilienhaus wurde am Samstag weiträumig abgesperrt. Ermittler sicherten am Tatort Spuren. Auch der Rettungsdienst war mit Notfallseelsorgern im Einsatz. 

Bürgermeister: «Tod eines Kindes macht fassungslos»

Das Motiv ist weiter unklar. Der Verdächtige ist laut Polizei bislang nicht auffällig geworden. Psychische Probleme sind nicht bekannt. Der Tatverdächtige und seine Familie haben den Ermittlern zufolge die deutsche Nationalität. Zu den Hintergründen der Tat macht die Polizei derzeit keine weiteren Angaben. 

Die Staatsanwaltschaft Bochum hat die Ermittlungen übernommen. Es wurde eine Mordkommission eingerichtet. Der Tatverdächtige befindet sich noch in Polizeigewahrsam. 

Die Stadt Witten hatte sich schwer betroffen gezeigt von dem Vorfall. «Die Nachricht von dieser schrecklichen Tat erschüttert uns alle zutiefst. Besonders der Tod eines Kindes macht uns fassungslos», erklärte Bürgermeister Dirk Leistner laut Mitteilung. 

«Wir wünschen den Verletzten von Herzen Kraft und eine schnelle Genesung.» Er dankte den Einsatzkräften von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten für ihre Arbeit. Die Stadt bittet darum, Rücksicht auf die Betroffenen und deren Angehörige zu nehmen und auf Spekulationen zu verzichten.


Bildnachweis: © Christoph Reichwein/dpa
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