5. August 2025 / Aus aller Welt

Mindestens vier Tote bei Sturzflut im Nordosten Indiens

Eine Schlammlawine wälzt sich von den Bergen auf ein Dorf in Indien herunter. Die Folgen sind verheerend.

Ein Teamleiter informiert Mitglieder des indischen Katastrophenschutzes über Rettungsmaßnahmen in überschwemmten Gebieten.
Veröffentlicht am 5. August 2025 um 14:40 Uhr

Eine Sturzflut und Erdrutsche haben im Nordosten Indiens nach Medienberichten eine Spur der Zerstörung in einem höher gelegenen Dorf hinterlassen und mindestens vier Menschenleben gekostet.

Zahlreiche Menschen würden vermisst, berichteten der einheimische Sender NDTV sowie die Zeitung «India Today». Durch einen Wolkenbruch seien Erdrutsche und die Sturzflut ausgelöst worden. Rettungskräfte suchten demnach nach Menschen, die möglicherweise von Schlamm- und Erdmassen begraben wurden. Die zuständige Bezirksverwaltung bestätigte zunächst nur die Zahl der bisher geborgenen Toten. 

Massive Schlammlawine

Besonders betroffen ist das Dorf Dharali im Bundesstaat Uttarakhand, das sich in den Ausläufern des Himalaya befindet. Das Dorf sei von einer massiven Schlammlawine erfasst worden, schrieb das Zentralkommando der indischen Armee, die sich an den Rettungsarbeiten beteiligte, auf der Plattform X.

Mehrere Häuser des Dorfs wurden den Berichten zufolge von den heran wälzenden Wasser-, Schlamm- und Geröllmassen aus den Bergen beschädigt oder vollständig weggespült. Bilder zeigten, wie Hausdächer unter Erde und Geröll herausragten. 

In Indien sind während der Monsunsaison, die von Juni bis September dauert,
Überschwemmungen und Schlammlawinen nicht ungewöhnlich. Der Regen ist lebenswichtig für Pflanzenwelt und Landwirtschaft, kann für die Menschen aber auch immer wieder lebensbedrohlich werden.


Bildnachweis: © Rajesh Kumar Singh/AP/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Teil von SpaceX-Rakete könnte ungeplant auf Mond aufschlagen
Aus aller Welt

Vor rund vier Jahren war erstmals eine ungeplante Kollision eines Raketenteils mit dem Mond bekanntgeworden. Im August soll es Wissenschaftlern zufolge einen ähnlichen Vorfall geben.

weiterlesen...
Großer Waldbrand bei Madrid außer Kontrolle
Aus aller Welt

Nordöstlich von Madrid hat ein Waldbrand bei Guadalajara bereits Tausende Hektar verbrannt. Allein in einer Nacht fraßen sich die Flammen 14 Kilometer voran. Woanders gab es hingegen gute Nachrichten.

weiterlesen...
Tschechien bringt Handyverbot an Schulen auf den Weg
Aus aller Welt

Ab September 2027 sollen in Tschechien Smartphones und Smartwatches aus den Klassenzimmern verschwinden. Kritiker halten das für Populismus - und warnen vor Frust bei den Schülern.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Brand im Hohen Venn soll eingedämmt werden
Aus aller Welt

Das Feuer in Belgien ist immer noch nicht unter Kontrolle. Deshalb gibt es auch noch keine Rückkehr-Perspektive für die evakuierten Bürger aus dem benachbarten Monschau. Es gibt aber einen Lichtblick.

weiterlesen...
Zwei Flug-Zwischenfälle am Airport München geben Rätsel auf
Aus aller Welt

Zwei Zwischenfälle auf derselben Landebahn in München - in einem Fall entgeht der Airport knapp einem Unglück. Die Flugschreiber werden untersucht, die Behörden ermitteln. Es gibt viele Fragen.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Brand im Hohen Venn soll eingedämmt werden
Aus aller Welt

Das Feuer in Belgien ist immer noch nicht unter Kontrolle. Deshalb gibt es auch noch keine Rückkehr-Perspektive für die evakuierten Bürger aus dem benachbarten Monschau. Es gibt aber einen Lichtblick.

weiterlesen...
Zwei Flug-Zwischenfälle am Airport München geben Rätsel auf
Aus aller Welt

Zwei Zwischenfälle auf derselben Landebahn in München - in einem Fall entgeht der Airport knapp einem Unglück. Die Flugschreiber werden untersucht, die Behörden ermitteln. Es gibt viele Fragen.

weiterlesen...