Nördlich der zyprischen Hafenstadt Limassol ist ein Wald- und Buschbrand außer Kontrolle geraten. Nach Berichten des zyprischen Rundfunks (RIK) kamen dabei mindestens zwei Menschen ums Leben. Mehrere Häuser brannten aus, zahlreiche Tiere verendeten. Touristische Anlagen, die sich entlang der Küste von Limassol befinden, seien nicht betroffen, hieß es in Berichten örtlicher Medien. Das Feuer brach ersten Angaben der Behörden zufolge am Mittwoch in einer kleinen Ortschaft in einer gebirgigen Region rund 20 Kilometer von Limassol entfernt aus. Starke Winde trieben die Flammen voran und erschwerten die Löscharbeiten erheblich. «Die Situation ist sehr schwierig», sagte Zyperns Präsident Nikos Christodoulidis im Rundfunk. Ersten Schätzungen der Feuerwehr zufolge seien bislang rund 100 Quadratkilometer Busch und Wald, Dutzende Häuser sowie landwirtschaftlich genutztes Land zerstört worden. Wie die Polizei mitteilte, wurden zwei Tote in einem ausgebrannten Auto auf einer Landstraße entdeckt. Sie waren nach Angaben der Feuerwehr offenbar in einen Straßenabschnitt geraten, der beidseitig von Flammen eingeschlossen war. Eine Flucht sei nicht mehr möglich gewesen. Zudem seien 16 Menschen verletzt und in Krankenhäuser von Limassol gebracht worden, sagte ein Sprecher des Rettungsdienstes. Wegen der rasanten Ausbreitung des Feuers ordneten die Behörden Evakuierungen an. Insgesamt wurden 16 Ortschaften, drei Campingplätze und mehrere Zeltlager für Jugendliche vorsorglich geräumt. Viele Menschen verließen ihre Häuser in Panik, berichteten zyprische Medien. Zypern richtete einen Hilferuf an die Europäische Union und Nachbarstaaten. Es sollen bereits Löschflugzeuge aus Spanien und Jordanien unterwegs in die Region sein. In den meisten Regionen des Mittelmeeres ist die Brandgefahr aktuell sehr hoch. Wegen anhaltender Trockenheit kann bereits ein kleines Feuer außer Kontrolle geraten und sich rasch zu einem großflächigen Brand ausweiten.Schwierige Lage in den Bergen
Opfer in ausgebranntem Auto entdeckt
Orte und Zeltlager evakuiert
Internationale Unterstützung angefordert
Bildnachweis: © Petros Karadjias/AP/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Mindestens zwei Tote bei Bränden auf Zypern
Verheerende Brände wüten nördlich der Hafenstadt Limassol. Zwei Menschen sterben - sie wurden möglicherweise in ihrem Auto von den Flammen umzingelt.
Meistgelesene Artikel
- 12. August 2026
Sonnenfinsternis begeistert in Spanien und Deutschland
Ausgebuchte Hotels, Straßensperrungen und ein Hype um Balkone: Ein spektakuläres Naturschauspiel versetzt Spanien in den Ausnahmezustand. Auch in Deutschland blicken Millionen gebannt zum Himmel.
- 10. August 2026
Sonnenfinsternis - Wo könnte es noch Schutzbrillen geben?
Am Mittwoch sollen bis zu 90 Prozent der Sonne verschwinden. Wer das Schauspiel beobachten will, braucht speziellen Augenschutz. Doch wo könnte es jetzt noch die passende «SoFi-Brille» geben?
- 16. August 2026
Hurrikan «Lala» vor Hawaii: Zehntausende ohne Strom
Hurrikan «Lala» zieht dicht an Big Island vorbei. Zehntausende sind ohne Strom, Straßen sind überflutet. Auch Maui und Oahu müssen sich auf Sturm und Starkregen einstellen.
Neueste Artikel
- 8. September 2026
Mitarbeiterinnen abgezogen: Eiffelturm nach Streik geöffnet
Nach dem Abzug weiblichen Personals für eine religiöse Delegation blieb der Eiffelturm aus Protest geschlossen. Die Betreiber räumen einen Fehler ein und wollen eine Wiederholung verhindern.
- 8. September 2026
Rund 16.000 Hitzetote in diesem Jahr – und nun?
Mindestens 16.000 Menschen sind hitzebedingt in diesem Jahr in Deutschland gestorben. Experten erklären, warum viele Todesfälle unentdeckt bleiben – und wie sie verhindert werden könnten.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 8. September 2026
Mitarbeiterinnen abgezogen: Eiffelturm nach Streik geöffnet
Nach dem Abzug weiblichen Personals für eine religiöse Delegation blieb der Eiffelturm aus Protest geschlossen. Die Betreiber räumen einen Fehler ein und wollen eine Wiederholung verhindern.
- 8. September 2026
Rund 16.000 Hitzetote in diesem Jahr – und nun?
Mindestens 16.000 Menschen sind hitzebedingt in diesem Jahr in Deutschland gestorben. Experten erklären, warum viele Todesfälle unentdeckt bleiben – und wie sie verhindert werden könnten.

