27. Januar 2026 / Aus aller Welt

Mix aus Regen und Schnee sorgt weiter für Glatteisgefahr

Nach einem verhältnismäßig ruhigen Winterwettertag bringt ein Sturmtief erneut Schnee und gefrierenden Regen. Der DWD warnt vor schwierigen Straßenverhältnissen - vor allem im Westen und Südwesten.

Nach einer kurzen Wetterpause kehrt der Winter mit Schnee, Regen und Glätte zurück.
Veröffentlicht am 27. Januar 2026 um 14:59 Uhr

Nach Schnee, Eis und zahlreichen Glätteunfällen droht in Teilen Deutschlands die nächste schwierige Witterungslage. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet am Abend und in der Nacht zum Mittwoch in mehreren Regionen erneut mit Glatteis. Das würde abermals erhebliche Verkehrsproblemen mit sich bringen.

Glatteisgefahr nimmt am Abend wieder zu

Besonders betroffen sind den Angaben zufolge die westlichen und südwestlichen Mittelgebirge, der zentrale Mittelgebirgsraum sowie der Osten Baden-Württembergs. Dort könne gefrierender Regen oder Sprühregen Straßen und Wege spiegelglatt machen.

Auch in anderen Landesteilen kann es durch überfrierende Nässe glatt werden. Der DWD warnt deshalb vor erhöhter Rutschgefahr im Straßenverkehr und für Fußgänger. Im Nordosten und Südosten Deutschlands soll es dagegen überwiegend trocken bleiben.

Unruhige Nacht und schwieriger Berufsverkehr

Bereits in der Nacht und am Morgen hatten Schnee und Eis vielerorts für schwierige Bedingungen gesorgt. Fußgänger und Pendler mussten sich auf glatte Wege einstellen, regional gab es Verkehrsbehinderungen. Es kam zu zahlreichen Glätteunfällen, größere Unglücke blieben jedoch aus. Dennoch wurden Menschen leicht verletzt. Auf einigen Autobahnabschnitten blieben nach starkem Schneefall Lastwagen liegen und blockierten die Fahrbahnen - etwa auf der A5 bei Gießen.

Bahnverkehr teils eingeschränkt – leichte Entspannung am Vormittag

Auch im Bahnverkehr kam es infolge von vereisten Oberleitungen und Weichen zu Einschränkungen, die sich im Laufe des Vormittags teils entspannten. Die Lage habe sich «erheblich verbessert», sagte ein Bahnsprecher. Seit dem Morgen würden Fernverkehrszüge wieder in Richtung Ostsee fahren - allerdings noch mit großen Einschränkungen. Einzelne Verbindungen fallen weiter aus. 

In Berlin musste der Straßenbahnverkehr wegen vereister Oberleitungen eingestellt werden. Inzwischen laufe der Fahrbetrieb seit dem Vormittag wieder an, hieß es von den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG).

Neben Verkehrsproblemen führte die Schneelast regional auch zu Ausfällen in der Energieversorgung. Im Raum Nürnberg registrierte der Energieversorger N-Ergie in der Nacht fünf Stromausfälle. Ursache waren umstürzende Bäume und herabfallende Äste, die auf Stromleitungen fielen. Betroffen war vor allem das stark bewaldete Nürnberger Land, wie ein Unternehmenssprecher mitteilte.

Unterricht fällt regional aus

In mehreren Regionen blieb am Dienstag zudem der Präsenzunterricht an Schulen aus. Etwa in Teilen Frankens im Norden von Bayern sagten Landkreise und Städte den Unterricht ab, da Schulwege und Schülerbeförderung als nicht sicher galten. Teilweise wurden Notbetreuungen eingerichtet oder auf Distanzunterricht ausgewichen.

Die Glatteisgefahr bleibt vorerst bestehen. Der DWD erwartet in den kommenden Tagen weiterhin einen Mix aus Regen und Schnee. Vor allem in der Mitte Deutschlands ist mit gefrierendem Regen zu rechnen. Autofahrer, Fußgänger und Pendler sollten auch in den nächsten Tagen weiterhin vorsichtig bleiben.


Bildnachweis: © Armin Weigel/dpa
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