23. Februar 2026 / Aus aller Welt

Mordanklage: Sohn von Regisseur Reiner weist Schuld zurück

Der gewaltsame Tod des «Harry und Sally»-Regisseurs Rob Reiner und seiner Frau im Dezember löste Bestürzung aus. Der Sohn des Paares ist wegen Mordes angeklagt - nun plädiert er auf «nicht schuldig».

Nick Reiner bei seiner Anklageverlesung: Er plädierte auf «nicht schuldig».
Veröffentlicht am 23. Februar 2026 um 19:34 Uhr

Nach dem gewaltsamen Tod von «Harry und Sally»-Regisseur Rob Reiner und seiner Ehefrau Michele hat der wegen Mordes angeklagte Sohn des Paares vor Gericht auf «nicht schuldig» plädiert, wie US-Medien berichteten. Der 32-Jährige war am Montag zur Anklageverlesung in Los Angeles im Gericht in einem braunen Overall erschienen. Ihm steht eine Pflichtverteidigerin zur Seite. Der nächste Gerichtstermin wurde für Ende April angesetzt.

Gewalttat kurz vor Weihnachten

Die Staatsanwaltschaft hatte den 32-Jährigen Mitte Dezember wegen zweifachen Mordes angeklagt. Im Falle einer Verurteilung droht ihm eine lebenslange Haft, möglicherweise sogar die Todesstrafe. Nick Reiner war in Los Angeles festgenommen worden, rund sechs Stunden nachdem die Polizei seine getöteten Eltern in deren Haus im Stadtteil Brentwood entdeckt hatte. Sie waren an Stichverletzungen gestorben. 

Der Sohn soll zuletzt in einem Gästehaus auf dem Grundstück seiner Eltern gelebt haben, berichtete die «Los Angeles Times» unter Berufung auf Freunde der Familie. Nick Reiner hatte in der Vergangenheit immer wieder öffentlich über seinen Kampf mit einer Drogensucht und über psychische Probleme gesprochen.

Rob Reiner, Regisseur von Filmhits wie «Harry und Sally», «Misery» und «Eine Frage der Ehre», war 78 Jahre alt. Seine Frau Michele (70) arbeite als Fotografin und Filmproduzentin. Das seit 1989 verheiratete Paar hatte drei gemeinsame Kinder: Jake, Nick und Romy. Zudem adoptierte der Regisseur die Tochter seiner ersten Ehefrau Penny Marshall.


Bildnachweis: © Chris Torres/Pool EPA/AP/dpa
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