23. Mai 2026 / Aus aller Welt

Zwei Safari-Touristen in Südafrika getötet

Blutige Tat im Krüger-Nationalpark: Zwei Safari-Gäste werden tot aufgefunden, ihr Auto bleibt verschwunden. Was hinter dem Gewaltverbrechen steckt, ist bislang ein Rätsel.

Die Sicherheitslage um den Nationalpark mit Hunderttausenden Besuchern im Jahr hatte bereits in der Vergangenheit für Schlagzeilen gesorgt. (Symbolbild)
Veröffentlicht am 23. Mai 2026 um 17:10 Uhr

In Südafrikas berühmtem Krüger-Nationalpark sind zwei Safari-Touristen umgebracht worden. Die Leichen eines 71-jährigen Mannes und einer Frau, deren Identität noch ermittelt werde, wurden am Freitag mit schweren Verletzungen am Oberkörper im Norden des Parks gefunden, wie die Polizei der Provinz Limpopo mitteilte. Beide seien südafrikanische Staatsbürger, teilte die Nationalparkbehörde der Deutschen Presse-Agentur mit.

Die zwei Besucher waren den Angaben nach seit Sonntag im Nationalpark und zuletzt am Mittwoch am Pafuri-Picknickplatz im äußersten Norden des Parks gesehen worden. Dort grenzt der Park an die Nachbarländer Mosambik und Simbabwe. Als das Paar nicht zurückkam, habe eine Suche begonnen. Andere Touristen entdeckten die Leichen am Freitagnachmittag an einem nahegelegenen Flussufer.

Ermittlungen wegen Mordes und Entführung

«Erste Ermittlungen ergaben, dass der männliche Verstorbene Stichwunden am Oberkörper aufwies, während die weibliche Verstorbene ebenfalls schwere Verletzungen am Oberkörper erlitten hatte, die mutmaßlich mit einem scharfen Gegenstand zugefügt worden waren», teilte die Polizei mit. 

Das Fahrzeug der beiden werde vermisst. Die Umstände des Vorfalls seien noch unklar und die Polizei habe zwei Ermittlungsverfahren wegen Mordes und Entführung eingeleitet.

Die südafrikanische Nationalparkbehörde äußerte in einer Mitteilung Schock und Bestürzung. Es sei der erste Vorfall dieser Art in der Geschichte des Nationalparks, teilte Forstminister Willie Aucamp dort mit. Die Angehörigen seien informiert und würden bei der Anreise und der Rückführung der Leichen unterstützt.

2022 wurde ein deutscher Tourist in der Nähe des Parks getötet

Die Sicherheitslage um den Nationalpark mit Hunderttausenden Besuchern im Jahr hatte bereits in der Vergangenheit für Schlagzeilen gesorgt, nachdem 2022 ein deutscher Urlauber auf dem Weg zu einem Safari-Urlaub bei einem Überfall in der Nähe des Parks erschossen worden war.

Der Mann aus Hessen, seine Frau und zwei weitere Deutsche waren unterwegs zu einer Lodge im Nationalpark. Kurz vor dem Parkeingang im Süden des Parks kam es zu einem Überfall. Die Urlauber sollten aus ihrem Fahrzeug aussteigen, weigerten sich aber und verriegelten stattdessen die Fahrzeugtüren. Schüsse fielen, der 67-Jährige aus Fulda wurde tödlich getroffen.

Ein 38-Jähriger wurde wegen Mordes an dem Mann aus Hessen verurteilt. Südafrika, das zu den beliebtesten Touristenzielen in Afrika gehört, verzeichnet eine hohe Rate an Gewaltverbrechen. 2024 registrierte Südafrikas Polizei 26.232 vorsätzliche Tötungen in dem Land mit rund 65 Millionen Einwohnern - etwa 72 pro Tag.


Bildnachweis: © Philipp Laage/dpa-tmn/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Müllabfuhr verschiebt sich im Mai und Juni nach den Feiertagen
Mitteilung der RSAG

Im gesamten Rhein-Sieg-Kreis kommt es im Mai und Juni 2026 aufgrund der Feiertage zu Verschiebungen bei der Müllabfuhr

weiterlesen...
Benefizkonzert in Meckenheim
Veranstaltung

MAM live rockt BAP für „Wir für Inklusion“

weiterlesen...

Neueste Artikel

Raus aus den Klamotten – FKK erlebt zögerliches Comeback
Aus aller Welt

Immer mehr Menschen entdecken die Freikörperkultur (FKK) in Deutschland neu. Auf Campingplätzen, Sportplätzen oder Wanderwegen wächst das Interesse, auch bei Jüngeren.

weiterlesen...
Vier Kampfrichterinnen mit neuer C-Lizenz im Gerätturnen
Aktuell

Durch ihren Einsatz können nun mehr Starts des MSV ermöglicht werden

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Raus aus den Klamotten – FKK erlebt zögerliches Comeback
Aus aller Welt

Immer mehr Menschen entdecken die Freikörperkultur (FKK) in Deutschland neu. Auf Campingplätzen, Sportplätzen oder Wanderwegen wächst das Interesse, auch bei Jüngeren.

weiterlesen...
Prognose für Pride: Wetterdienst liefert CSD-Vorhersagen
Aus aller Welt

Zum Christopher Street Day gibt es vom Deutschen Wetterdienst spezielle Vorhersagen für viele Städte. Was steckt hinter der Aktion?

weiterlesen...