Der Mordfall Valeriia beschäftigt weiter die Justiz. Die Verteidigung des verurteilten 37-Jährigen habe Revision gegen das Urteil vom 31. Januar eingelegt, informierte eine Sprecherin des Landgerichts Chemnitz auf Anfrage. Für die nähere Begründung gebe es eine Frist von einem Monat nach Zustellung des Urteils. Dann hat der Bundesgerichtshof zu entscheiden. Die Schwurgerichtskammer hatte den Moldauer wegen Mordes zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Demnach hat er die Neunjährige am Morgen des 3. Juni 2024 in Döbeln in sein Auto gelockt, ist mit ihr in einen Wald gefahren und hat sie dort in einem Schlammloch erstickt. Er habe das Kind heimtückisch und aus niederen Beweggründen getötet, so die Richter. Er habe Valeriias Mutter - seine Ex-Partnerin - strafen wollen, weil ihn die Trennung tief gekränkt habe. Das Gericht hat zudem die besondere Schwere der Schuld festgestellt, sodass eine vorzeitige Haftentlassung nahezu ausgeschlossen ist. Mit dem Urteil waren die Richter den Anträgen von Staatsanwaltschaft und Nebenklage gefolgt, die Verteidigung hatte auf Totschlag plädiert.Besondere Schwere der Schuld
Bildnachweis: © Hendrik Schmidt/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Mordfall Valeriia: Verteidigung geht in Revision
Der gewaltsame Tod der neunjährigen Valeriia hat überregional für Entsetzen gesorgt. Zwar hat das Landgericht Chemnitz einen 37-Jährigen verurteilt. Doch damit ist der Fall nicht abgeschlossen.
Meistgelesene Artikel
- 17. April 2026
Meckenheimer Blütenfest 2026
Ein vielfältiges Programm voller Aktionen und Attraktionen für die ganze Familie
- 22. April 2026
Hilfskonzept für Wal soll überarbeitet werden – vieles offen
Nach der erneuten Strandung des Buckelwals vor Poel ist das bisherige Rettungskonzept überholt. Wie es weitergeht, bleibt offen.
- 21. April 2026
Kriminalpolizei ermittelt nach Kellerbrand
Hinweise erbeten
Neueste Artikel
Arda Saatçi wurde vor wenigen Tagen mit seinem Ultralauf zum Internet-Hit. Bei seiner Ankunft in Berlin warteten hunderte Teenies. Für den Läufer ein «surrealer» Anblick.
Der Schuldspruch gegen Harvey Weinstein 2020 galt als Meilenstein, bis er 2024 überraschend kassiert wurde. Beim zweiten Urteil blieb ein Punkt offen – und jetzt ist eine Jury schon wieder uneins.
Weitere Artikel derselben Kategorie
Arda Saatçi wurde vor wenigen Tagen mit seinem Ultralauf zum Internet-Hit. Bei seiner Ankunft in Berlin warteten hunderte Teenies. Für den Läufer ein «surrealer» Anblick.
Der Schuldspruch gegen Harvey Weinstein 2020 galt als Meilenstein, bis er 2024 überraschend kassiert wurde. Beim zweiten Urteil blieb ein Punkt offen – und jetzt ist eine Jury schon wieder uneins.

