24. September 2025 / Aus aller Welt

Mutmaßlich zwei Deutsche in Costa Rica tot aufgefunden

Sie galten als vermisst. Auf dem Grundstück zweier Deutscher in dem mittelamerikanischen Land werden nun zwei Leichen in einem Grab gefunden. Die Behörden vermuten einen Überfall.

Der Fund zweier Leichen auf dem Grundstück eines deutschen Paares in Costa Rica gibt Rätsel auf. (Archivbild)
Veröffentlicht am 24. September 2025 um 19:40 Uhr

Auf dem Grundstück eines deutschen Paares im Westen Costa Ricas sind Behörden zufolge die Leichen einer Frau und eines Mannes gefunden worden. Die beiden seien einen Tag zuvor als vermisst gemeldet worden, teilte Randall Zúñiga, der Direktor der Ermittlungsbehörde (OIJ) in dem mittelamerikanischen Land, auf der Plattform X mit.

Dass es sich bei den vergrabenen Leichen auf dem Finca-Grundstück nahe der Stadt Quepos an der Pazifikküste tatsächlich um die Deutschen handelt, bestätigte er in dem Post nicht. Die Behörde geht demzufolge aber von einer Gewalttat aus. Das mutmaßliche Motiv sei ein Überfall, schrieb Zúñiga weiter. 

Aus dem Auswärtigen Amt hieß es, die Medienberichte und der Fall seien bekannt. Eine offizielle Bestätigung des Todesfalls stehe allerdings noch aus. Laut Medien soll nun eine Autopsie die Identität der Opfer bestätigen.

Der Sender Teletica berichtete, dass die beiden Deutschen laut Nachbarn als Paar auf der Finca gelebt hätten. Die Leichen seien gefesselt und in Tüten aufgefunden worden, hieß es unter Berufung auf den OIJ-Direktor. Andere örtliche Medien schrieben, die beiden wohnten dort seit etwa zwei Jahren und seien den Nachbarn durch das Gassigehen mit ihren Hunden bekannt. 

Ermittler hatten Teletica zufolge das Grundstück betreten, nachdem bei den Behörden die Vermisstenanzeige eingegangen war. Dort seien sie auf das Grab und Stunden später auch auf die Leichen gestoßen. Weitere Erkenntnisse zu dem Fall werden demnach in Kürze erwartet. Costa Rica ist auch unter Deutschen wegen seiner Traumstrände, Vulkane und Regenwälder ein beliebtes Reiseland.


Bildnachweis: © picture alliance / dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Sonnenfinsternis begeistert in Spanien und Deutschland
Aus aller Welt

Ausgebuchte Hotels, Straßensperrungen und ein Hype um Balkone: Ein spektakuläres Naturschauspiel versetzt Spanien in den Ausnahmezustand. Auch in Deutschland blicken Millionen gebannt zum Himmel.

weiterlesen...
Sonnenfinsternis - Wo könnte es noch Schutzbrillen geben?
Aus aller Welt

Am Mittwoch sollen bis zu 90 Prozent der Sonne verschwinden. Wer das Schauspiel beobachten will, braucht speziellen Augenschutz. Doch wo könnte es jetzt noch die passende «SoFi-Brille» geben?

weiterlesen...
Hurrikan «Lala» vor Hawaii: Zehntausende ohne Strom
Aus aller Welt

Hurrikan «Lala» zieht dicht an Big Island vorbei. Zehntausende sind ohne Strom, Straßen sind überflutet. Auch Maui und Oahu müssen sich auf Sturm und Starkregen einstellen.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Australien sagt Social-Media-Algorithmen den Kampf an
Aus aller Welt

Nach dem weltweit ersten Verbot von Social-Media-Konten für unter 16-Jährige geht Australien den nächsten Schritt: Nutzer sollen künftig selbst entscheiden können, ob Algorithmen ihren Feed bestimmen.

weiterlesen...
Rund 16.000 Hitzetote in diesem Jahr – und nun?
Aus aller Welt

Mindestens 16.000 Menschen sind hitzebedingt in diesem Jahr in Deutschland gestorben. Experten erklären, warum viele Todesfälle unentdeckt bleiben – und wie sie verhindert werden könnten.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Australien sagt Social-Media-Algorithmen den Kampf an
Aus aller Welt

Nach dem weltweit ersten Verbot von Social-Media-Konten für unter 16-Jährige geht Australien den nächsten Schritt: Nutzer sollen künftig selbst entscheiden können, ob Algorithmen ihren Feed bestimmen.

weiterlesen...
Rund 16.000 Hitzetote in diesem Jahr – und nun?
Aus aller Welt

Mindestens 16.000 Menschen sind hitzebedingt in diesem Jahr in Deutschland gestorben. Experten erklären, warum viele Todesfälle unentdeckt bleiben – und wie sie verhindert werden könnten.

weiterlesen...