29. November 2025 / Aus aller Welt

Nach Großbrand: Hongkong ruft dreitägige Trauerzeit aus

Schweigeminute und Flaggen auf halbmast: Nach dem verheerenden Brand in Hongkong mit weit mehr als 100 Toten trauert die Stadt um die Opfer. Infolge der Katastrophe gab es elf Festnahmen.

Spitzenbeamte der Regierung in Hongkong legten eine Schweigeminute für die Opfer ein.
Veröffentlicht am 29. November 2025 um 08:41 Uhr

In Hongkong hat eine dreitägige Trauerperiode zum Gedenken an die Opfer des schlimmsten Brandes in der jüngeren Geschichte der Stadt begonnen. In den Morgenstunden legten Regierungschef John Lee und führende Beamte der Sonderverwaltungszone mit rund 7,5 Millionen Einwohnern eine dreiminütige Schweigeminute ein. Bis einschließlich Montag werden sämtliche Flaggen vor Regierungsgebäuden auf halbmast gehisst.

Am Mittwoch war im Wohnkomplex Wang Fuk Court im Stadtteil Tai Po ein Großbrand ausgebrochenen, der gleich mehrere Hochhäuser in Flammen aufgehen ließ. Nach derzeitigem Kenntnisstand kamen mindestens 128 Menschen ums Leben. Allerdings gelten nach Behördenangaben rund 200 Menschen weiterhin als vermisst - die Opferzahl könnte also noch erheblich steigen.

Suche nach Leichen statt Überlebenden

Die Feuerwehr hat die Flammen mittlerweile gelöscht und ihre Suche nach möglichen Überleben eingestellt. Inzwischen geht es nur noch darum, weitere Leichen in den verkohlten Wohnungen zu finden und zu identifizieren.

Mindestens elf mögliche Mitverantwortliche wurden infolge der Brandkatastrophe festgenommen, darunter mehrere Mitarbeiter einer Baufirma. Bei Renovierungsarbeiten an der Wohnanlage waren offensichtlich nicht zugelassene Materialien für Netze an den Gerüsten verwendet und einige Fenster mit Polystyrolplatten versiegelt worden. Die leicht entflammbaren Materialien spielten laut Experten eine Schlüsselrolle bei der rasanten Ausbreitung des Feuers.


Bildnachweis: © Chan Long Hei/AP/dpa
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