In Neuseeland hat eine Frau ihre zweijährige Tochter in einen Koffer gepackt und im Gepäckraum eines Reisebusses verstaut. Das Kleinkind wurde während der Fahrt von Whangarei nach Auckland bei einem planmäßigen Halt in der Stadt Kaiwaka lebend entdeckt – stark überhitzt, aber äußerlich unverletzt, wie die Polizei mitteilte. Das Mädchen wurde zu einer Untersuchung ins Krankenhaus gebracht, wo es zunächst bleiben sollte. Entdeckt wurde es am Sonntag nur zufällig, nachdem ein Fahrgast um Zugang zum Gepäckraum gebeten hatte. Der Busfahrer bemerkte dabei, dass sich ein Gepäckstück bewegte. Als er es öffnete, fand er darin das Kind. Die beiden Städte liegen rund 160 Kilometer voneinander entfernt. Die Fahrt dauert normalerweise etwa zweieinhalb Stunden. Die Polizei nahm die 27 Jahre alte Mutter fest. Gegen sie wurde Anklage wegen Misshandlung beziehungsweise Vernachlässigung eines Kindes erhoben, wie die Behörden mitteilten. Sie sollte noch am Montag vor Gericht erscheinen. Die Zeitung «New Zealand Herald» zitierte aus Gerichtsdokumenten, in denen es hieß, das Verhalten der Frau habe viele negative Auswirkungen auf die Gesundheit des Kleinkindes nach sich ziehen können, «darunter Erstickung, Kohlenmonoxidvergiftung, Hitzeerschöpfung und psychisches Trauma». Die mutmaßliche Tat stelle eine «erhebliche Abweichung» von der Sorgfaltspflicht dar, die von einer vernünftigen Person erwartet werde. «Wir möchten dem Busfahrer unsere Anerkennung und unser Lob aussprechen, weil er sofort Maßnahmen ergriff, als er bemerkte, dass etwas nicht stimmte - und dadurch womöglich weitaus Schlimmeres verhindert werden konnte», wurde der örtliche Polizeisprecher Simon Harrison zitiert.Mutter muss vor Gericht
Bildnachweis: © Christophe Gateau/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Neuseeländerin packt Kleinkind in Koffer - lebend entdeckt
Bei einem Zwischenstopp entdeckt ein Busfahrer in Neuseeland eine Zweijährige im Gepäckraum – eingepfercht in einen Koffer. Die Mutter des Kleinkindes muss nun vor Gericht.
Meistgelesene Artikel
- 8. September 2026
Rund 16.000 Hitzetote in diesem Jahr – und nun?
Mindestens 16.000 Menschen sind hitzebedingt in diesem Jahr in Deutschland gestorben. Experten erklären, warum viele Todesfälle unentdeckt bleiben – und wie sie verhindert werden könnten.
- 8. September 2026
Verdacht des versuchten Tötungsdeliktes - Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln
36-jähriger Mann soll einen 66-jährigen Bekannten mit einer Stichwaffe angegriffen und lebensgefährlich verletzt haben
- 11. September 2026
Kostenlose Einträge in „Hilfen in Meckenheim“ 2026
Für den Spätherbst ist ein neuer Informationsflyer des FSM geplant
Neueste Artikel
- 6. Oktober 2026
Geisterteilchenfang mit Eisklotz: Nobelpreis für US-Physiker
Pro Sekunde durchströmen mehrere Milliarden Neutrinos die Fläche eines Daumennagels. In der Kälte der Antarktis fängt ein riesiger Eiswürfel die Geisterteilchen ein. Ihn würdigt der Physik-Nobelpreis.
- 6. Oktober 2026
Angeblich kein Pestfall in Sibirien - doch neue Infos fehlen
Der Corona-Schock sitzt Menschen weltweit noch in den Knochen, deshalb schrecken Nachrichten aus dem fernen Sibirien auf. Die Pest? Experten sagen, warum Forschung zu der Krankheit notwendig ist.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 6. Oktober 2026
Geisterteilchenfang mit Eisklotz: Nobelpreis für US-Physiker
Pro Sekunde durchströmen mehrere Milliarden Neutrinos die Fläche eines Daumennagels. In der Kälte der Antarktis fängt ein riesiger Eiswürfel die Geisterteilchen ein. Ihn würdigt der Physik-Nobelpreis.
- 6. Oktober 2026
Angeblich kein Pestfall in Sibirien - doch neue Infos fehlen
Der Corona-Schock sitzt Menschen weltweit noch in den Knochen, deshalb schrecken Nachrichten aus dem fernen Sibirien auf. Die Pest? Experten sagen, warum Forschung zu der Krankheit notwendig ist.

